Liebeskummer: Warum die Trauerphase keine verlorene Zeit ist

Silvia Fauck ist Liebeskummer-Expertin in Berlin

Silvia Fauck ist psychologische Beraterin, Coach und Autorin mehrerer Bücher zum Thema Liebeskummer. In ihrer Liebeskummerpraxis in Wilmersdorf berät sie Menschen mit gebrochenem Herzen. Wir wollten von ihr wissen, ob Männer und Frauen anders leiden und was beiden aus der Trauer über eine zerbrochene Liebe helfen kann.

Frau Fauck, in Ihrem "Liebeskummerbuch für Männer" widmen Sie sich dem männlichen Liebeskummer. Gibt es den überhaupt und wie äußert er sich?

Wer denkt, dass Liebeskummer hauptsächlich Frauen betrifft, liegt falsch. 70 Prozent der Klienten in meiner Liebeskummer-Praxis sind Männer. Auch sie wissen, wie es sich anfühlt, belogen, betrogen und verlassen zu werden. Männer leiden mehr und länger, als Frauen denken. Es gibt aber deutliche Verhaltensunterschiede zwischen den Geschlechtern.

Welche?

Männer kommunizieren ihren Kummer weniger. Manchmal weiß nicht einmal der beste Freund Bescheid. Außerdem lenken sich Männer anders und schneller ab. Während Frauen Psychopharmaka schlucken und zur Beratung gehen, machen Männer Sport oder haben mit irgendeiner Frau Sex. So bauen sie sich ihren Selbstwert wieder auf. Frauen trauern manchmal jahrelang oder entscheiden sich ganz gegen Beziehungen, um nicht wieder verletzt zu werden. Männer dagegen bleiben nicht lange allein. Trotz ihres Unglücks sind sie in der Lage, eine Neue aufzureißen. Das gilt übrigens für Männer aller Altersgruppen.

Welche Sorgen haben die Männer?

Sie quälen sich mit Fragen wie: Was hat der Neue, was ich nicht ...

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