Liebes-Drama im Zirkus: Shakespeare auf Platt: „Romeo un Julia“ im Ohnsorg-Theater

Regisseur Murat Yeginer über eine doppelte „Ohnsorg“-Premiere

Neue Spielzeit, neuer Intendant: Am Ohnsorg-Theater startet Michael Lang als Chef der niederdeutschen Traditionsbühne mit dem Stück „Romeo un Julia“ in seine erste Saison. Shakespeares weltberühmtes Liebesdrama als musikalisches Volkstheaterspektakel auf Platt– und Hochdeutsch. Inszeniert wird das wohl leidenschaftlichste Werk der Weltliteratur von Regisseur Murat Yeginer (58).

MOPO: Herr Yeginer, Sie inszenieren erstmals auf Platt. Wie ist das für Sie?

Murat Yeginer: Kein Problem, das Plattdeutsche hat mich immer begleitet, ist mir also nicht fremd. Aber eine Eröffnungspremiere ist natürlich eine aufregende Sache, das will ich nicht verleugnen. Einen Klassiker für heutige Zuschauer nachvollziehbar zu machen, Shakespeares Volkstheater, wo Liebe, Humor, Auseinandersetzung und Leiden eng beieinander stehen, nicht zu verraten, das Plattdeutsche hochzuhalten und vielleicht neues Publikum ans Haus zu ziehen, ist eine künstlerische Herausforderung, die mich sehr gereizt hat. Ich liebe neue Aufgaben und Herausforderungen.

Bevor Sie nach Hamburg kamen, haben Sie sich  als Schauspieler am Theater in Pforzheim intensiv um die Integration junger Menschen gekümmert. Kann Theater zur besseren Verständigung beitragen?

Ja, dieser Meinung bin ich nach wie vor. Die Beschäftigung mit Kunst und Kultur kann ein Weg sein, Vorurteile zu hinterfragen und zu überwinden. Ich hatte das Glück, in zwei Kulturen aufzuwachsen und es als Bereicherung zu empfinden. Dass wir einander...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo