Eintracht und Union zoffen sich um Lieberknecht

Reinhard Franke
Torsten Lieberknecht steht auf der Wunschliste von Union Berlin ganz oben

Zweitligist Union Berlin sucht für die kommende Saison einen neuen Cheftrainer. Wie SPORT1 bereits am Dienstag berichtete, ist Torsten Lieberknecht von Eintracht Braunschweig der Wunschkandidat der Verantwortlichen.

Noch dementieren beide Seiten. Aber es hat bereits ein Treffen zwischen dem 44-Jährigen und Unions Verantwortlichen gegeben, man soll sich weitestgehend einig sein. Wie SPORT1 erfuhr, hat Lieberknecht bereits seine Wohnung in Braunschweig gekündigt und auch schon für eines seiner Kinder einen Kita-Platz in Berlin gefunden.

Der Pfälzer hat bei der Eintracht noch einen Vertrag bis 2020. Doch er sucht nach 15 Jahren Braunschweig eine neue Herausforderung, heißt es aus seinem Umfeld.

Eintracht fordert Ablöse

Von 2003 bis 2007 war er Spieler bei den Löwen. Danach arbeitete er eine Saison als U19-Coach, seit 2008 ist er Cheftrainer der Profis.

Da Lieberknecht, der mit der Eintracht zwei Mal aufgestiegen ist, noch zwei Jahre vertraglich an die Löwen gebunden ist, müsste Union eine Ablöse für ihn zahlen. Die Rede ist von einer Million Euro.

Kontaktverbot für Union-Präsident

Braunschweigs Bosse sollen Unions Präsident Dirk Zingler unterdessen aufgefordert haben, dass er Lieberknecht nicht mehr kontaktieren darf, bis es ein offizielles Ablöse-Angebot gibt.

Bis zum Sommer soll Andre Hofschneider weiter Union-Coach bleiben. Der 47-Jährige übernahm das Team nach dem 16. Spieltag für den überraschend beurlaubten Jens Keller, damals stand der Verein auf Platz vier.

Derzeit hat Union sechs Punkte Rückstand auf Relegationsplatz drei.