"Die Liebe zum Leben": So erklärt Otto Waalkes die Magie von "Catweazle"

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Ab 1. Juli ist Otto Waalkes in der Titelrolle in "Catweazle" im Kino zu sehen. (Bild: Tobis Film GmbH/Gordon Timpen)
Ab 1. Juli ist Otto Waalkes in der Titelrolle in "Catweazle" im Kino zu sehen. (Bild: Tobis Film GmbH/Gordon Timpen)

Wenn ein deutscher Komiker als neuer Catweazle geeignet ist, dann er: Otto Waalkes spielt in der gleichnamigen Neuverfilmung den schrulligen Mittelalter-Zauberer. Vor dem Kinostart am 1. Juli hat der Ostfriese nun erklärt, was man sich auch heute noch von Catweazle abschauen könnte.

Die Älteren werden sich an den verschrobenen Kauz bestimmt noch erinnern: "Elektrik-Trick!", staunte der in eine kartoffelsackartige Kutte gehüllte Catweazle stets im Angesicht hochmoderner Technik - also etwa dann, wenn eine Glühbirne leuchtete, ein Telefon klingelte oder ein Toaster Brot röstete ... Magie, so vermutete Catweazle, der, warum auch immer, aus dem elften Jahrhundert in die Neuzeit gebeamt worden war.

26 Folgen lang versuchte Catweazle in der gleichnamigen BBC-Serie aus den 70er-Jahren, mithilfe von Harold, Sohn eines ortsansässigen Lords, unentdeckt zu bleiben und den modernen Zeiten mit all ihren Unannehmlichkeiten zu trotzen. Der Kinofilm "Catweazle" lässt die TV-Kultfigur ab 1. Juli wieder aufleben - mit Otto Waalkes in der Hauptrolle des schrulligen Zeitreisenden. Ebenfalls mit von der Partie sind Julius Weckauf, Katja Riemann und Henning Baum.

Im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau erklärte Waalkes nun, wie es zu der Kinoversion des Kultcharakters gekommen ist: "Der Regisseur zeigte mir ein Bild von Geoffrey Bayldon als 'Catweazle' in der Badewanne und sagte: 'Otto, was siehst du?' Waalkes habe geantwortet: "Das könnte ich sein." Das Gespräch habe den 72-Jährigen ins Nachdenken gebracht: "Ach Mensch, soll ich es versuchen?" Anschließend hätten sich die Macher dann auf die letztlich erfolgreiche Suche nach Investoren für das Filmprojekt begeben.

Otto Waalkes ist sich sicher: Dem mittlerweile verstorbenen Hauptdarsteller der 70er-Jahre-Serie, Geoffrey Bayldon (Bild), hätte die Neuverfilmung von "Catweazle" "bestimmt gefallen".  (Bild: Koch Media)
Otto Waalkes ist sich sicher: Dem mittlerweile verstorbenen Hauptdarsteller der 70er-Jahre-Serie, Geoffrey Bayldon (Bild), hätte die Neuverfilmung von "Catweazle" "bestimmt gefallen". (Bild: Koch Media)

"Ich wollte etwas Otto-spezifisches einbringen"

Die Arbeit an "Catweazle" sei aber gar nicht so einfach gewesen, wie Otto Waalkes einräumte: "Es war schwer für mich, weil ich wollte auch etwas Otto-spezifisches einbringen." Die Produktion aus England habe allerdings zunächst darauf bestanden, am Originalcharakter von Catweazle nicht zu viel zu ändern. Am Ende sei ihm die Darstellung aber gut gelungen, zeigte sich der Ostfriese gegenüber der teleschau zufrieden. Außerdem mutmaßte er, dem Hauptdarsteller der 70er-Jahre-Serie, dem 2017 verstorbenen Geoffrey Bayldon, hätte der Film "bestimmt gefallen".

Generell biete die Figur Catweazle auch heute noch Facetten, die man sich abschauen könne - egal ob Jung oder Alt. Dazu würden laut Otto der "naive Charme, die Offenheit und die Glaubwürdigkeit der Figuren" zählen, ebenso wie "der Optimismus und die Verspieltheit, die Aufrichtigkeit und die Liebe zum Leben".

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