Lidls Entscheidung zeigt, dass sie aus dem Skandal von 2008 nichts gelernt haben

Marleen Stollen
Lidls Entscheidung zeigt, dass sie aus dem Skandal von 2008 nichts gelernt haben

Im Jahr 2008 stand der Lebensmittel-Discounter Lidl im Zentrum eines Skandals: Drastische Mitarbeiterbespitzelung und äußerst fragwürdige Arbeitsbedingungen bei Lidl wurden aufgedeckt. Unter anderem filmte der Discounter die eigenen Mitarbeiter an der Kasse und in den Pausenräumen. Lidl musste in der Folge nicht nur eine Strafe von 1,5 Millionen Euro zahlen, sondern entfernte auch sämtliche Kameras aus seinen 3.200 deutschen Filialen. Das hatte leider offenbar nicht nur erfreuliche Folgen, denn der Lebensmittelriese aus  dem schwäbischen Neckarsulm wurde zwischen 2012 und 2017 nach eigenen Angaben etwa 500 Mal von Dieben heimgesucht.

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Dabei sollen nicht nur hohe finanzielle Schäden entstanden, sondern auch Mitarbeiter in Gefahr gewesen sein. Lidl fühlt sich genötigt, zu reagieren, wie das Technik-Portal „Chip“ berichtet: Die Filialen sollen noch in diesem Jahr wieder mit Videoüberwachung ausgestattet werden. Insgesamt 2400 Kameras werden ab diesem Sommer schrittweise installiert. Die Lidl-Geschäftsführung scheint ein schlechtes Gedächtnis zu haben, oder sehr langsam zu lernen. 

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