Lichterfelde: Fahrer reißt Tür auf: Radfahrer stürzt und stirbt

Bei dem 77-Jährigen handelt es sich um den 19. Unfalltoten in Berlin in diesem Jahr

Erneut ist in Berlin ein Radfahrer tödlich verunglückt. Ein 77 Jahre alter Radfahrer starb am Freitagvormittag in Lichterfelde, wie die Polizei mitteilte.

Der 77-Jährige war laut Mitteilung gegen 10.50 Uhr auf dem Radweg entlang der Goerzallee unterwegs, als er in Höhe Lichterfelder Weg gegen die plötzlich geöffnete Fahrertür eines geparkten Transporters prallte. Der Radfahrer fuhr gegen die Tür, stieß dann gegen einen vorbeifahrenden Lkw und stürzte.

Der Senior erlitt lebensgefährliche Kopfverletzungen und verstarb trotz eingeleiteter Reanimation am Unfallort. Der 36 Jahre alte Fahrer des Transporters, der die Tür geöffnet hatte, sowie der 60 Jahre alte Lkw-Fahrer blieben unverletzt.

In Berlin ist es in den vergangenen Wochen immer wieder zu ähnlichen Vorfällen gekommen, die als sogenannte "Dooring"-Unfälle bekannt sind. Für bundesweites Aufsehen hatte im Juni ein tödliches Unglück in Neukölln gesorgt. Ein 50 Jahre alte Diplomat stand in mit seinem Sportwagen mit Diplomatenkennzeichen im absoluten Halteverbot auf einem Radweg und riss abrupt die Tür auf. Ein 55-jähriger Radfahrer prallte gegen die Tür und starb im Krankenhaus.

Im laufenden Jahr sind bisher im Berliner Straßenverkehr vergleichsweise wenige Menschen ums Leben gekommen. Bis zum 20. August gab es nach Angaben der Polizei 18 tödliche Unfälle. Bei dem 77-Jährigen handelt es sich also um den 19. Unfalltoten. Im vergangenen Jahr waren es im gleichen Zeitraum schon mehr als 30 und am Jahresende 56.

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