Lichterfelde: 900 Liter Salpetersäure ausgelaufen, 18 Menschen verletzt

Einsatzkräfte versuchen, die ätzende Flüssigkeit zu binden

Großalarm in Lichterfelde: 900 Liter 56-prozentige Salpetersäure sind Mittwochmittag aus einem leckgeschlagenen Behälter auf dem Gelände einer Metallbaufirma Am Stichkanal ausgetreten. 18 Mitarbeiter wurden dabei verletzt. 15 Menschen wurden laut Feuerwehr vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert. Die meisten klagten über Atembeschwerden, die durch die reizenden Gase der Säure verursacht worden waren.

"Die Salpetersäure ist aus einem Big Bag auf dem Hof der Firma ausgelaufen. Eine Gefahr für die Anwohner hat aber nicht bestanden", sagte ein Feuerwehrsprecher der Berliner Morgenpost. Ein sogenannter Big Bag ist ein ein Kubikmeter großer Plastikbehälter. Probleme bereitete den Feuerwehrleuten allerdings die Tatsache, dass einige wenige Liter der stark ätzenden Flüssigkeit in einen Abwasserkanal geflossen sind. "Hier stehen wir mit den Berliner Wasserbetrieben im Kontakt", so ein Feuerwehrmann vor Ort. Unklar ist noch, wie der Behälter beschädigt wurde.

Die Wasserbetriebe waren mit einem eigenen Messteam am Unfallort und gaben am Nachmittag Entwarnung. "Der Großteil der Salpetersäure wurde noch vor Ort eingefangen", sagte Stephan Natz, Sprecher der Berliner Wasserbetriebe. Den kleinen Teil, der in den Schmutzwasserkanal ging, habe man mit mehreren Kubikmetern Wasser stark verdünnt. "Das Schmutzwasser kommt in einem Klärwerk an, an dem mehr als eine Million Berliner Haushalte hängen. Das, was dort ankommt, wird dann kaum noch messbar sein", versicherte Natz weiter. Salpetersäure fü...

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