Lichtenberg: Vor "Friedel 54"-Räumung: Sieben Autos beschädigt

Polizisten bei der Räumung des linken Szeneladens "Friedel 54" in Neukölln am Donnerstagmorgen

In der Nacht zu Donnerstag haben Unbekannte in Lichtenberg bei sieben Autos die Scheiben eingeschlagen. Das teilte die Berliner Polizei am Sonntagvormittag mit. In einem Bekennerschreiben hieß es, die Sachbeschädigungen stünden im Zusammenhang mit der Räumung des linken Szeneladens "Friedel 54" am Donnerstagmorgen in Neukölln.

Eine Anwohnerin hatte gegen 2 Uhr die Polizei zur Straße Am Gutspark alarmiert, nachdem sie durch den Lärm auf zwei Personen aufmerksam wurde, die auf einem Mieterparkplatz herumschlichen und sich kurze Zeit später in den naheliegenden Park entfernten.

Die Polizisten stellten fest, dass an den sieben Fahrzeugen die Frontscheiben auf der Fahrerseite eingeschlagen worden waren. Da eine politische Tatmotivation derzeit nicht ausgeschlossen wird, führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt die Ermittlungen.

Auf der linksradikalen Internetseite Indymedia wurde zu der Tat ein Bekennerschreiben veröffentlicht. Darin heißt es, dass die Autos aus Solidarität mit dem Szeneladen "Friedel54" zerstört wurden. "Die Aktion wird dafür sorgen, dass erstmal der Abschleppdienst kommt, da wir die Frontscheiben auf Seite des Lenkrads eingehämmert haben. Eine weitere Auswirkung der Aktion wird sein, dass die eifrigen und sicherlich arbeitstätigen Gentrifizierer heute ihren Kolleg/innen Rede und Antwort stehen müssen, warum sie mit ihrem Zweit- oder Drittwagen zur Arbeit gekommen sind", heißt es in dem Beitrag..

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