Darum ist Lewandowski unbezahlbar

Martin Volkmar, Stefan Kumberger
Robert Lewandowski jubelt über seine drei Tore gegen Dortmund

Nein, über seine Zukunft wollte Robert Lewandowski  am Samstagabend nicht sprechen.

Kein Wunder, schließlich hatte Karl-Heinz Rummenigge wenige Stunden zuvor allerletzte Zweifel beseitigt.

Da stellte der Bayern-Boss erneut klar: Lewandowski ist und bleibt ungeachtet aller angeblichen Offerten von Real Madrid unverkäuflich.

"Ich hatte in der letzten Woche eine lange Sitzung mit der ECA in Rom. Da waren auch Vertreter von Real Madrid, und wir haben überhaupt nicht über das Thema gesprochen. Ich hatte auch Kontakt mit dem Präsidenten", sagte Rummenigge bei Sky

"Ich glaube, dass man in Madrid weiß, dass der Spieler noch einen Dreijahresvertrag hat und gesichert in der nächsten Saison bei Bayern München spielt. Darauf nehme ich gerne auch Wetten an."

Erneuter Dreierpack gegen Dortmund

Denn dass Lewandowski für den FC Bayern praktisch unbezahlbar ist, bewies der Pole einmal mehr gegen Borussia Dortmund.

Nach dreiwöchiger Durststrecke, auch bedingt durch seine Reservistenrolle beim 1:2 in Leipzig und der Länderspielpause, knüpfte Lewandowski nahtlos an das letzte Bundesliga-Heimspiel an: Wie beim 6:0 gegen den Hamburger SV, so erzielte er auch beim 6:0 gegen Borussia Dortmund drei Treffer.


"Heute war das Tempo wirklich hoch und wir haben in 45 Minuten alles geschafft", sagte er danach im Gespräch mit SPORT1 zur Gala in der ersten Hälfte.

"In der zweiten Halbzeit wussten wir, dass wir das Spiel kontrollieren mussten, um ein bisschen Kraft für die Champions League zu sparen. Aber die erste Halbzeit war Wahnsinn."

Nun Achter der ewigen Bundesliga-Bestenliste

5:0 stand es schon zur Pause, Lewandowski hatte das erste und vierte Tor erzielt. Kurz vor Schluss traf er schließlich zum Endstand – und liegt nun mit 177 Toren gleichauf mit Dieter Müller und Klaus Allofs auf Platz acht der ewigen Bundesliga-Bestenliste.

Auch die davor rangierenden Stefan Kuntz (179 Treffer) und Ulf Kirsten (181) dürfte der Stürmerstar in dieser Spielzeit noch einholen – 26 Tore nach nur 28 Spieltagen hatte er noch nie in der Karriere. Somit spricht viel dafür, dass Lewandowski seine persönliche Rekordmarke von 30 Treffern aus den vergangenen beiden Jahren in dieser Saison knacken wird.

In der Liga hätten die Bayern ohne seine Tore zwar acht Punkte weniger, würden aber immer noch mit zwölf Zählern vor Schalke liegen. Viel wichtiger sind daher die Treffer von "Lewangoalski" auf internationalem Parkett.

Denn nur mit Lewandowski in Topform ist der Triumph in der Champions League möglich. Es wird also maßgeblich am 29-Jährigen selber liegen, ob er seinem geplatzten Traum von einem Wechsel zu Real Madrid wirklich hinterher trauern muss oder ob er sich in München unsterblich machen wird.