Wechsel zu Real? Das sagt Lewandowski

Marcel Bohnensteffen, Lisa Obst, Martin Volkmar

Robert Lewandowski hat die Gerüchten um einen Abschied vom FC Bayern zu Real Madrid zurückgewiesen.

"Ich muss nicht zu jedem Quatsch etwas sagen", erklärte Lewandowski am Samstag nach seinem Doppelpack beim 4:0 des Rekordmeisters in der Bundesliga gegen den FSV Mainz 05.

Der polnische Torjäger sei "besessen" von der Idee, in naher Zukunft zum Champions-League-Sieger zu wechseln, hatte die spanische Sportzeitung AS am Freitagabend berichtet.


"Er hat wieder genau die richtige Antwort auf dem Platz gegeben, nur das interessiert mich", wiegelte auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic die Spekulationen ab. "Ich lasse mich davon überhaupt nicht irritieren."

"Es ist doch nicht der 1. April"

Schon vor der Begegnung hatte sich Bayern-Präsident Uli Hoeneß bei SPORT1 klar geäußert: "Es ist doch nicht der 1. April! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen."

Laut dem Bericht der AS soll Lewandowski seinen Beratern mitgeteilt haben, dass er im Sommer 2018 unbedingt in die spanische Hauptstadt wechseln wolle.

Trotz seines bis 2021 verlängerten Vertrages sehe der mit 156 Treffern der beste aktive Bundesliga-Torschütze den "optimalen Zeitpunkt in seiner Karriere" gekommen, um für die schon länger an ihm interessierten Madrilenen zu spielen.

Real schon lange interessiert

Außerdem sollen die Real-Stars Cristiano Ronaldo und Sergio Ramos ihm bereits in der vergangenen Saison nach dem Champions-League-Viertelfinale gesagt haben, er sei in ihrem Team herzlich willkommen.


Das Gerücht schien keineswegs aus der Luft gegriffen, schließlich hatte Lewandowski zuletzt in einem Spiegel-Interview Kritik an der Transferpolitik und der Asien-Reise der Bayern geübt und sich vor allem Ärger mit Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge eingehandelt.

"Wenn Lewandowski sich über die Asien-Reise beschwert, die wir machen, sollte er wissen, dass sein vermeintlicher Traumverein Real Madrid im Sommer 24 Tage in der Hitze unterwegs war - doppelt so lange wie wir", sagte Rummenigge und schob eindringlich hinterher:

"Ich bin ein Freund von Demokratie und Meinungsfreiheit, aber bei uns wird derzeit zu schlau dahergeredet, statt sich auf das Fußballspielen zu konzentrieren."

Das tat Lewandowski spätestens wieder am Samstag gegen Mainz.