Levi's und Harley-Davidson kritisieren mögliche Strafzölle auf ihre Produkte

Die US-Unternehmen Levi's und Harley-Davidson haben mit Unverständnis auf mögliche Strafzölle der EU auf ihre Jeans und Motorräder reagiert

Die US-Unternehmen Levi's und Harley-Davidson haben mit Unverständnis auf mögliche Strafzölle der EU auf ihre Jeans und Motorräder reagiert. "Wir unterstützen offene Märkte und freien Handel, in dem sich jeder an die Regeln hält", sagte ein Sprecher des Bekleidungsunternehmens Levi's dem "Tagesspiegel" vom Mittwoch. "Einseitige Zölle" könnten Vergeltungsmaßnahmen nach sich ziehen, außerdem destabilisierten sie die Weltwirtschaft, warnte er. Auch der Motorradhersteller Harley-Davidson erklärte, er unterstütze "freien und fairen Handel".

US-Präsident Donald Trump hatte am vergangenen Donnerstag angekündigt, bei Stahlimporten 25 Prozent aufzuschlagen und bei Aluminium zehn Prozent. Der US-Präsident will damit heimische Unternehmen vor Konkurrenz schützen und so neue Jobs schaffen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker stellte daraufhin Strafzölle auf US-Produkte wie Harley-Davidson-Motorräder, Levi's-Jeans oder auch Bourbon-Whiskey in Aussicht.

Harley-Davidson wäre dem Bericht zufolge doppelt betroffen, da es zur Herstellung seiner Produkte die Rohstoffe zum Teil in die USA importieren muss. "Importzölle auf Stahl und Aluminium treiben die Preise für alle Produkte in die Höhe, die aus diesen Rohstoffen gefertigt werden", hieß es. Wenn dazu noch Zölle auf Motorräder kämen, hätte das "erhebliche Auswirkungen" auf Umsatz, Händler, Zulieferer und Kunden, warnte das Unternehmen.