Leverkusens Rudi Völler fordert früheres Schließen des Transferfensters in der Bundesliga

Rudi Völler, Sportchef von Bayer 04 Leverkusen, übt Kritik am eingeführten Videobeweis. Der Video-Schiedsrichter schade dem Stadion-Spektakel.

Rudi Völler würde ein früheres Schließen des Transferfensters in allen europäischen Top-Ligen begrüßen. Falls dies nicht umsetzbar ist, sollte die Bundesliga ähnlich wie die englische Premier League einen Alleingang wagen.

"Ich bin ein klarer Befürworter. Wir als Bayer 04 könnten mit dieser Änderung wunderbar leben", sagte der Manager von Bayer Leverkusen der Bild am Sonntag. "Es wäre wünschenswert, wenn alle großen Ligen in Europa mitziehen würden. Grundsätzlich meine ich, dass wir als Bundesliga so stark sein müssen, um unser eigenes Ding durchzuziehen", sagte Völler: "So wie es die Engländer jetzt für sich entschieden haben.“

Für Aufsehen sorgte in diesem Sommer der teilweise erzwungene Wechsel von Ousmane Dembele von Borussia Dortmund zum FC Barcelona. Für Völler ist das kein neues Phänomen: "Negativ-Beispiele wie Dembele gab es früher auch schon. Deswegen muss man nicht alle Spieler verurteilen. Es ist nun mal viel mehr Geld im Umlauf."

Mit den immensen Summen, die in diesem Sommer auf dem Transfermarkt umgesetzt wurden, hat Völler derweil nicht gerechnet: "Vor einem Jahr hätten wir alle gesagt: 222 Millionen Euro, wie jetzt für Neymar gezahlt wurden - völlig undenkbar. Aber wir dachten ja auch, dass die 101 Millionen für Gareth Bale das Ende der Fahnenstange sein würden."