Leverkusen muss um Champions-League-Teilnahme bangen

Leverkusen muss um Champions-League-Teilnahme bangen

Bayer Leverkusen muss um die Teilnahme an der Champions League bangen. Das Team von Trainer Heiko Herrlich kam nicht über ein 0:0 bei Werder Bremen hinaus. Mit einem klaren Sieg gegen Hannover 96 am kommenden Wochenende könnte die Werkself aber noch auf Platz vier klettern. 
Die Rheinländer könnten vom direkten Duell ihrer Konkurrenten 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund zum Saisonabschluss profitieren. Werder hat mit Europa oder dem Abstieg dagegen nichts mehr zu tun. Die Hanseaten blieben in einer schwachen und chancenarmen Partie immerhin zum zwölften Mal unter Trainer Florian Kohfeldt vor eigenem Publikum ungeschlagen.
Vor dem Anpfiff der Partie war es an der Weser höchst emotional zugegangen. Der im Sommer wechselnde Kapitän Zlatko Junuzovic lief mit seinem kleinen Sohn Clemens auf dem Arm ins mit 41.000 Zuschauern  gefüllte Weserstadion und erhielt reichlich warme Worte und viel Applaus für seine mehr als sechs Jahre an der Weser.
Werder nahm die positive Stimmung zu Beginn mit und präsentierte sich druckvoll. Max Kruse legte die Rolle als zentraler Stürmer flexibel aus und tauchte auch weit hinten als Anspielstation auf. Junuzovic und Thomas Delaney stießen dafür aus dem Mittelfeld hin und wieder bis zum Strafraum vor. Doch in Tornähe fehlte den Grün-Weißen in den ersten 45 Minuten jegliche Durchschlagskraft.
Bei Bayer war Leon Bailey zunächst ein Aktivposten, verkörperte aber auch die fehlende Präzision im ersten Durchgang. Der 20-Jährige dribbelte sich immer wieder fest oder schlug unpräzise Flanken. Wirklich gefährlich wurde es erst bei einem Fallrückzieher von Julian Brandt, doch der Nationalspieler scheiterte an Jiri Pavlenka im Werder-Tor (31.).
Nach dem Wechsel agierte Leverkusen mit verbesserter Körpersprache und kam durch Kai Havertz bis zur dato besten Chance (50.). Wer nun auf häufigere Attacke der Leverkusener gehofft hatte, sah sich getäuscht. Werder war im Sturm lange völlig harmlos.