Jan Weiler: Das Pubertier: Augen zu und durch

Jan Weiler, Autor und Vater von Kindern im Alter von 14 und 18 Jahren, kennt sich mit Pubertät aus

Lange Gesichter, patzige Antworten und keine Lust zu nichts. Pubertät gehört dazu, aber trotzdem glauben viele Eltern, dass es bei anderen nicht ganz so schlimm ist wie bei den eigenen Kindern. "Es ist überall dasselbe. Glauben Sie mir", sagt Jan Weiler, Kolumnist, Bestsellerautor und Verfasser von "Das Pubertier", das nach dem Kinoerfolg nun auch als Serie ins Fernsehen kommt (donnerstags, 20.15 Uhr, ZDF). Ein Gespräch mit dem Erfolgsautor über unaufgeräumte Zimmer, Handysucht und schlechte Noten.

Woher wissen Sie so genau, wie junge Leute ticken? Von Ihren eigenen beiden Kindern? Ihre Tochter ist 18, Ihr Sohn ist 14.

Jan Weiler: Ich kenne dieses Verhalten, diese Blicke, die "geh weg" sagen oder "erzähl's der Wand" natürlich auch von meinen Kindern, aber nicht nur. Ich kenne es auch von Freunden, von Nachbarn. Und viele, die nach meinen Lesungen auf mich zukamen, erzählten mir, dass es bei ihnen genauso ist. Neulich habe ich mir von meinen Leserinnen und Lesern über Facebook Fotos von Kinderzimmern schicken lassen – es kam ungefähr 400 Mal dasselbe Bild.

Wie sah es da aus?

Es gab Laptops, leere Joghurtbecher, halb volle Trinkflaschen und unfassbare Berge von herumliegenden Klamotten. Und die Schulbücher waren quer im Zimmer verteilt.

Sollte man einschreiten?

Ich finde nein. Es ist ja schon etwas Privates. Die Zimmer sind die Herrschaftsbereiche der Kinder. Und irgendwann kommt der Punkt, da wird es ihnen selbst zu viel. Dann räumen die schon auf. Und das ist ja das Schöne. Da find...

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