Leute in Berlin: Lucas Reiber: "Der Körper macht es immer richtig"

Der Schauspieler Lucas Reiber über Rollen und ihre Vorbereitung, Reisen und die Vielfalt Berlins.

Berlin. Spaß und Liebe – diese beiden Begriffe fallen häufig beim Gespräch mit Schauspieler Lucas Reiber im Café "Brel" am Savignyplatz. Der 24-Jährige ist gerade in zwei Kinofilmen gleichzeitig zu sehen: In "Fack ju Göhte 3" spielt er den "Quotenbehinderten" Ploppi und in dem Doku-Drama "Die Unsichtbaren – Wir wollen leben" einen jüdischen Jungen, der im Berlin der NS-Zeit untertaucht. "Es ist eine wundervolle Geschichte mit einem der letzten Zeitzeugen", findet Lucas Reiber.

Für seine Darstellung des Jungen mit Asperger-Syndrom im zweiten Teil der Schulkomödie hat er 2016 den Bayerischen Filmpreis erhalten. Ebenfalls 2016 wurden er mit dem New Faces Award als bester Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet. Diesen Preis bekam er für den ZDF-Thriller "Die Mutter des Mörders", in dem er den geistig behinderten Sohn einer Verkäuferin, dargestellt von Natalia Wörner, spielt.

Sein Schauspieldebüt gab Lucas Reiber bereits im Alter von zehn Jahren auf der Bühne des "Theater des Westens": In "Les Misérables" spielte er den Straßenjungen Gavroche. Dazu gekommen sei er über einen Zeitungsartikel, in dem stand, dass für ein Musical musikalische Jungs gesucht werden. "Zu der Zeit habe ich gerade Keyboard gelernt und auch schon immer gern gesungen. Also bin ich dann hin zum Casting und wurde genommen. Es war so aufregend, um mich herum die Musicalstars", erinnert er sich an seine Anfänge. Danach stand für ihn fest: "Ich will Schauspieler werden, ich will auf die Bühne."

"Wenn ich damit Leute ergreifen ...

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