Leute: 25 Jahre Artistik im Herzen Berlins

Georg Stecker mit den Hauptdarstellerinnen aus der Show Sayonara Tokyo

Lachen geht durch die Reihen und Applaus, als Wintergarten-Chef Georg Strecker vor der Show-Eröffnung verkündet, dass die Gäste an den Tischen vor der Bühne es sich nicht allzu bequem machen sollten. "Tut mir leid, aber diese Plätze müssen später einer Tanzfläche weichen!" Denn an diesem Abend soll sich amüsiert, gegessen, getrunken – und vor allem gefeiert werden. Das Varieté-Theater Wintergarten an der Potsdamer Straße feierte am Donnerstagabend 25. Jubiläum.

Ein Vierteljahrhundert voller Tanz, Musik, Akrobatik, Kabarett und Magie. 600 Gäste folgten der Einladung und trafen sich im Theatersaal unter dem Sternenhimmel. "Ich sehe dem Abend mit Spannung und Freude entgegen", sagte Strecker vor der Show. Ihm sei und bleibe es wichtig, mit dem Geist der Zeit zu gehen. Die Art der Shows habe sich verändert, sei anspruchvoller geworden. So wie das Publikum auch, sagte Strecker. "Die Leute kaufen ihre Tickets kurzfristiger als früher, oft erst wenige Tage vor der Show."

Einer der Gäste, der Schauspieler Falk-Willy Wild, verriet, dass er sich in seine Kindheit zurückversetzt fühlte. "Die Kostüme, das Talent, das Können der Künstler, die Musik, das Licht, da bekomme ich noch heute glänzende Augen." Sich mindestens einmal im Monat aufraffen und ins Theater gehen – zum Beispiel zur aktuellen Varieté-Vorstellung "Sayonara Tokyo" – das empfielt Medienpsychologe Jo Gröbel. "Das ist Katarsis, verdichtete Emotionen, die an große Gefühle wie Liebe, Eifesucht, Wut erinnern."

Längst über die Gren...

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