Letzter Sonntag im April: Landsgemeinde in Appenzell

Im Schweizer Kanton Appenzell Innerrhoden hat die alljährige Landsgemeinde stattgefunden - das am letzten Sonntag im April, wie es die Tradition will.

Diese Institution, die als "Urform der direkten Demokratie" gilt, wird in der Schweiz nur noch in zwei Kantonen praktiziert - neben Appenzell Innerrhoden ist das Glarus. Eine Art Riesenparlament, bei der die Kantonsregierung ihre Sachgeschäfte mit den Stimmberechtigten abspricht.

Ein neues Krankenhaus für den Kanton

Dieses Jahr wurde der Neubau eines Krankenhauses in Appenzell mit einem Kredit von rund 41 Millionen Franken sowie ein Gesetz gegen Fracking für Öl- oder Gasgewinnung gutgeheißen.

Außerdem wurde ein neuer Finanzdirektor, der sogenannte Säckelmeister, gewählt. Mit Ruedi Eberle, einem Golfplatzbetreiber, gelingt es erstmals einem SVP-Mitglied, in die Standeskommission zu kommen.

Rund 3000 Frauen und Männer haben an der Landsgemeinde teilgenommen. Auch wenn es für viele die Veranstaltung des Jahres ist, ein bisschen Geduld musste man für lange Diskussionen mitbringen.

Auch dabei als Ehrengast war dieses Mal der FDP-Bundesrat Ignazio Cassis. Dieser steht dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vor.