"Letzte Show" von A Tribe Called Quest in New York

Ein Großfoto des verstorbenen Rappers Phife Dawg während des Konzerts von A Tribe Called Quest beim Panorama-Musikfestival in New York

Die legendäre Hip-Hop-Gruppe A Tribe Called Quest wird sich voraussichtlich bald endgültig auflösen. Ihr Frontmann Q-Tip sagte am Sonntag während eines Auftritts beim Panorama-Musikfestival in New York, dies sei "die letzte Show" der Band in ihrer Heimatstadt. Bereits zuvor hatte er angekündigt, dass das jüngste Album der Gruppe auch ihr letztes sein werde.

Im März 2016 war das Band-Mitglied Phife Dawg verstorben, das A Tribe Called Quest Mitte der achtziger Jahre zusammen mit seinem Schulfreund Q-Tip gegründet hatte. Das jüngste Album der Band, "We Got It From Here... Thank You 4 Your Service," enthält noch Einlagen des verstorbenen Rappers. Das letzte angekündigte Konzert der Band soll im September in Großbritannien stattfinden.

Das Konzert in New York war dem Gedenken an Phife Dawg gewidmet, der im Alter von 45 Jahren an den Folgen von Diabetes gestorben war. Auf der Bühne wurde eine Großaufnahme des Musikers gezeigt, ein Mikrofon blieb in einer symbolischen Geste unbesetzt. Während des Konzerts wurde Phife Dawg nicht durch einen anderen Rapper ersetzt, vielmehr wurden seine Partien als Aufzeichnung eingespielt.

A Tribe Called Quest ist eine der wichtigsten Gruppen in der Geschichte des Hip-Hop. Ihr erstes Album erschien 1990, und die Jugendfreunde Phife Dawg und Q-Tip wurden in den folgenden Jahren zu einem der bekanntesten Rapper-Duos der Welt.

Die Band war eine innovative Kraft in der Rap- und Hip-Hop-Szene, da sie musikalisch experimentierte und etwa Jazzelemente in ihre Songs aufnahm. Auch hatten die Texte oft sozialkritische und politische Inhalte, womit A Tribe Called Quest sich vom populären Gangsta Rap absetzte. Die Gruppe löste sich 1998 erstmals auf, kam aber seither mehrmals wieder zusammen.