Letzte Ruhestätte: Helmut Kohl wird in Speyer beerdigt – was passiert mit dem Erbe?

Der Albundeskanzler war am 16. Juni 2017 im Alter von 87 Jahren verstorben.

Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl wird seine letzte Ruhestätte auf einem Friedhof in Speyer finden – und nicht im Familiengrab der Kohls in Ludwigshafen. Das sagte der langjährige Vertraute Kohls, der frühere „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin in Rücksprache mit der Witwe Maike Kohl-Richter.

Dies entspreche Kohls Wunsch, sagte Diekmann. „Er hat dies gemeinsam mit seiner Frau im Spätsommer 2015 entschieden, als es gesundheitlich wieder einmal sehr kritisch um ihn stand.“ Die grundsätzliche Entscheidung zeige seine seit der Kindheit bestehende Verbundenheit mit Speyer und dem Speyerer Dom. Kohl war am Freitag im Alter von 87 Jahren in Ludwigshafen gestorben.

Was passiert mit Kohls Erbe?

Doch was steht eigentlich im Testament von Helmut Kohl? Die Antwort auf diese Frage kennen bisher wahrscheinlich nur seine Witwe Maike Kohl-Richter und sein langjähriger Vertrauter und Anwalt Stephan Holthoff-Pförtner. Dabei geht es einmal um das auf mehrere Millionen Euro geschätzte Vermögen des ehemaligen Kanzlers und CDU-Vorsitzenden, das sich vor allem aus den Erlösen seiner Buchveröffentlichungen speiste. Für die Öffentlichkeit interessanter aber ist die Frage, was aus seinem sonstigen Nachlass wird – Aufzeichnungen, Briefe, Gesprächsnotizen.

Dabei ist klar, dass alle Dokumente, die mit seiner Tätigkeit als Kanzler zu tun haben, der Bundesrepublik gehören. Darum kümmert sich das Bundesarchiv in Koblenz. Schwieriger ist der Umgang mit den Unterlagen aus seiner 25 Jahre währenden Arbeit als CDU-Vorsitzender und hier vor allem die Grenzziehung zwischen eher privaten und parteioffiziellen Dokumenten. Nach allem, was man weiß, ist Kohl damit in den Jahren nach dem Abschied aus seinen Ämtern eher großzügig umgegangen.

Sein Biograf Heribert Schwan, Autor der ersten drei Bände der Erinnerungen des...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung