Lernmittelfreiheit: Der rot-rot-grüne Senat streitet wieder

Es geht um viel Geld – und um Ideologie.

Dem rot-rot-grünen Senat steht ein handfester Streit ins Haus. Es geht um die Frage, was Bildung kosten darf. SPD-Fraktionschef Raed Saleh hat sich dafür stark gemacht, dass künftig alle Eltern für Schulbücher nichts mehr zahlen müssen. In Berlin geben Eltern derzeit bis zu 100 Euro pro Kind für Schulbücher und Lernmaterialien aus. Ausgenommen sind Eltern, die auf Sozialtransfers angewiesen sind – immerhin ein Drittel.

Doch die Koalitionspartner Grüne und Linke sehen für Gratis-Schulbücher derzeit keinen Spielraum. SPD-intern treibt Fraktionschef Raed Saleh in dieser Frage auch den Regierenden Bürgermeister Michael Müller vor sich her.

Bildungseinrichtungen benötigen Investitionen

Der Reihe nach: Bei einer Koalitionsrunde am vergangenen Donnerstag ging es um den Doppelhaushalt 2018/19, der gerade verhandelt wird. Als die Wiedereinführung der Lernmittelfreiheit zur Sprache kam, widersprachen die Grünen. Das Thema soll nun im nächsten Koalitionsausschuss behandelt werden. „Wir haben Gesprächsbedarf“, bestätigte Marianne Burkert-Eulitz, bildungspolitische Sprecherin der Grünen im Abgeordnetenhaus, gegenüber der Berliner Zeitung. „Für uns hat die Verbesserung der pädagogischen Qualität in Schulen und Kitas Priorität.“

Tatsächlich gibt es unter zahlreichen Bildungspolitikerin Bedenken, dass Berlin wegen der steigenden Kinderzahlen vor allem in den Ausbau der Kita- und Schulplätze investiert. Sie fürchten, dass Investitionen in die...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung