Leoparden-Angriff löst Panik in nordiranischer Stadt aus

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Ein Leopard (AFP/Michele Spatari) (Michele Spatari)

Ein Leoparden-Angriff hat in der nordiranischen Stadt Ghaemschahr Panik ausgelöst. Das Tier habe am Sonntagmorgen "einen Polizisten angegriffen und verletzt", sagte ein Sprecher der Umweltschutzbehörde der Provinz Masanderan der amtlichen Nachrichtenagentur Irna. Auf im Internet verbreiteten Bildern waren Schreie von verängstigten Bewohnern der Stadt zu hören. Nach Angaben des Chefs der Umweltschutzbehörde wurde das Tier, ein vom Aussterben bedrohter Persischer Leopard, erschossen.

Der Gesundheitszustand des angegriffenen Polizisten gebe "keinen Anlass zur Sorge", sagte der Behördensprecher Kamyar Valipur. Der Leopard sei gefangen und in ein Schutzgebiet in Semeskandeh gebracht worden. Trotz Bemühungen von Veterinären sei das von zwei Kugeln getroffene Tier dort gestorben, sagte Behördenchef Moslem Ahangari laut Irna.

Nach Angaben des Sprechers wird nun ermittelt, ob der Leopard aus einem nahegelegenen Waldgebiet nach Ghaemschahr gekommen war oder ob er illegal von Bewohnern des Ortes gehalten wurde.

Bei dem Tier handelt sich um eine Unterart des Panthers, die in der Türkei, im Iran, in Afghanistan und im Kaukasus heimisch ist. Schätzungen zufolge gibt es in freier Wildbahn weniger als tausend Exemplare, weitere 200 werden in Gefangenschaft gehalten.

Laut der Zeitung "Hamschahri" hatte es in den vergangenen Wochen im Iran mehrere Vorfälle mit wilden Tieren in städtischen Gebieten gegeben. So sei in der südiranischen Stadt Marvdascht ein Bär gesichtet worden. Im nordwestlichen Chalchal seien zwei ältere Frauen von einem Wolf attackiert worden.

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