Lenovo wird in den USA wegen Adware zur Rechenschaft gezogen

Thaddeus Herrmann
Lenovo zahlt 3,5 Millionen US-Dollar Strafe für Adware



Vor rund zweieinhalb Jahren wurde klar, dass Lenovo zum damaligen Zeitpunkt auf Laptops die Adware "VisualDiscovery" vorinstallierte, mit deren Hilfe Webseiten mit zusätzlicher Werbung gespickt wurde. Die App von Superfish war in Sachen Sicherheit zudem offen wie ein rostiges Scheunentor.

Schnell wurden Klagen eingereicht, nicht zuletzt, weil im Raum stand, Lenovo hätte sich die Installation vergüten lassen. Lenovo reagierte und bot Hilfe bei der Deinstallation, Microsoft half dabei.

Ende gut, alles gut? Ist digitales Gras über die Sache gewachsen ? Nicht ganz. In den USA hat sich Lenovo nun zur Zahlung von 3,5 Millionen US-Dollar verpflichtet. In 32 Bundesstaaten lagen Klagen vor und waren Verfahren anhängig.

Die für den Verbraucherschutz zuständige FTC verhängt zudem klare Regeln für die Zukunft: Lenovo sei es verboten, installierte Software und deren Features nicht wahrheitsgemäß zu kommunizieren und so gesammelte Daten an Dritte weiterzugeben. Kunden müssten hingegen der Installation solcher Software explizit zustimmen. Für die kommenden 20 Jahren wird Lenovo zudem dazu verpflichtet, viele Consumer-Geräte mit Sicherheits-Software auszustatten, die solche Malware aufspüren kann. Dieses Programm soll von unabhängigen Stellen überwacht werden.

FTC (PDF), (2)