Lektine: Darum können Bohnen und Nüsse schädlich sein

(Foto: Cover Images)

Die Natur hat manche ihrer Beeren und Früchte mit pflanzlichen Giftstoffen versehen, um sie vor Fressfeinden zu schützen – kein Mensch würde auf die Idee kommen, etwa Vogelbeeren oder Fliegenpilze zu verspeisen. Doch wussten Sie, dass auch in Nahrungsmitteln, die fast täglich auf unserem Teller landen, giftige Pflanzenstoffe vorkommen?

Was sind Lektine?

Als Lektine bezeichnet man Proteine, die das Gift Phasin enthalten. Dieses sorgt dafür, dass Darmzellen geschädigt werden und so die Darmwand durchlässiger wird. Dadurch können giftige Substanzen in den Körper gelangen, was die roten Blutkörperchen miteinander verklumpen lässt und den Nährstofftransport im Gewebe schädigt. Die Folge: Autoimmunerkrankungen wie Morbus Crohn, Fibromyalgie, Arthritis oder Reizmagen. Der Darm ist so auch anfälliger für Viren, weshalb Menschen mit einem schwachen Immunsystem bei einer hohen Lektinaufnahme schnell Probleme bekommen können.

In welchen Lebensmitteln stecken Lektine?

So gut wie alle pflanzlichen (und einige tierische) Lebensmittel enthalten Lektine. Besonders hoch ist ihre Konzentration jedoch in Hülsenfrüchten. So kann bei Erwachsenen bereits der Verzehr von sieben rohen Bohnen aufgrund des hohen Gehalts an Lektin zu Darmentzündungen führen. Daneben enthalten viele Getreideprodukte, Reis und Gemüse wie grüne Bohnen, Tomaten und Paprika, Lektin. Aber auch in Milch und Nüssen, besonders in Cashews, kommt es vor.

Darf ich diese Lebensmittel nun nicht mehr essen?

Die gute Nachricht: In geringen Mengen scheinen Lektine nicht schädlich für uns zu sein – immerhin ist ein kompletter Verzicht auch so gut wie unmöglich. Zudem wird das Gift durch Kochen, Braten oder langes Einweichen in Wasser zerstört. Auch durch fermentieren kann man den Lektinen den Garaus machen. Wer lektinreiche Lebensmittel in Kombination mit Kohlenhydraten, also zum Beispiel Kartoffeln isst, kann sie ebenfalls neutralisieren. Sie heften sich dann nämlich an den Zucker und nicht an unsere Darmzellen.

Fazit

Zu viel Lektine können schädlich für den Menschen sein, eine richtige Zubereitung beugt dem jedoch vor. Wer mit einem schwachen Immunsystem ausgestattet ist, sollte vermehrt auf seine Lektinzufuhr achten. Gesunde Menschen sollten bei Problemen wie Reizmagen ihre Essgewohnheiten auf zu viele Lektine überprüfen.
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