Leipzigs Kevin Kampl über die Dominanz des FC Bayern: "Eine Liga für sich"

Um Bayern wieder gefährlich zu werden, sollte die Bundesliga laut Kampl andere Möglichkeiten finden, als zu versuchen, das Spielsystem zu imitieren.

Im Interview mit Amazon Music hat sich Leipzigs Kevin Kampl unter anderem zu der aktuellen Dominanz des FC Bayern München in der Bundesliga geäußert. Um dem Rekordmeister wieder gefährlich zu werden, sollte nicht versucht werden, dessen erfolgreiches Spielsystem zu übernehmen.

"Niemand kann die Bayern kopieren", sagte der 27-Jährige und lieferte dafür umgehend seine Erklärung: "Wer versucht, ihren Spielstil zu imitieren, aber nicht die spielerische Qualität dazu hat, wird eiskalt bestraft. Denn dann fehlen ein paar Prozent."

Kampl: Nur Dortmund unter Tuchel kam an Bayern heran

Obwohl Leipzig derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz steht, beträgt Bayerns Vorsprung bereits 18 Punkte: "Bayern ist auf einem anderen Level, sie haben ganz andere Möglichkeiten. Wir sollten nicht versuchen, Bayern nachzumachen, sondern andere Möglichkeiten finden, um sie zu stoppen."

Wie das gelingen könnte, habe der Slowene im Ruhrpott gesehen: "Dortmund hat es unter Thomas Tuchel am ehesten so hinbekommen wie die Bayern. In der Phase haben sie den Gegner extrem bespielt, im Guardiola-Stil. Unter Peter Stöger machen sie das jetzt auch nicht mehr."

Die anderen Bundesligisten sollten sich nicht mit dem Tabellenführer vergleichen, sondern in erster Linie auf sich selbst achten: "Wir sollten uns nicht auf ein Level mit Bayern setzen, denn sie sind eine Liga für sich", so das Resümee des Mittelfeldspielers.