"Ein Witz!" Freiburg schimpft wegen RB-Elfer

SPORT1
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RB Leipzig hat auch in der Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgefunden.

Die Mannschaft von Julian Nagelsmann setzte sich souverän mit 3:0 (1:0) gegen den SC Freiburg und kletterte zumindest für ein paar Stunden auf Platz eins. (Service: Tabelle der Bundesliga)

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Am Abend tritt der bisherige Spitzenreiter FC Bayern im Topspiel bei Borussia Dortmund an (Bundesliga: Borussia Dortmund – FC Bayern München, Samstag 18.30 Uhr im LIVETICKER). Die Leipziger hatten vergangene Woche nach der ersten Saisonniederlage gegen Borussia Mönchengladbach den Platz an der Spitze eingebüßt. (Service: Spielplan der Bundesliga)

Während RB zu den Top-Teams der Liga zählt, rutscht Freiburg zunehmend in die Krise. Das Team von Trainer Christian Streich ist nun seit sechs Spielen sieglos, die Defensivprobleme sind offensichtlich. Die Breisgauer blieben in der laufenden Saison bislang nie ohne Gegentor.

In Leipzig musste SC-Torhüter Florian Müller erstmals beim verdienten Führungstreffer der Gastgeber durch Ibrahima Konaté (26.) hinter sich greifen. Marcel Sabitzer (70., Foulelfmeter) legte nach, ehe Angelino (89.) für den Endstand sorgte. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Freiburg hadert mit Elfmeterpfiff

Die Freiburger haderten vor allem mit der Elfmetersituation. Schiedsrichter Felix Zwayer hatte nach einem leichten Kontakt von Nicolas Höfler an Christopher Nkunku auf Strafstoß entschieden.

"Ich finde, der Schiedsrichter darf da nicht direkt pfeifen", sagte SC-Kapitän Christian Günter bei Sky. "Wenn der Videoassistent sagt, dass es ein Elfmeter ist, okay. Für mich reicht das nicht. Wenn ich das so sehe, ist das für mich ein Witz. Er trifft ihn ja eigentlich nicht mal, oben minimal. Das pfeift er im Mittelfeld nicht, das pfeift er vor dem Sechzehner nicht und das pfeift er auch nicht beim Gegner im Sechzehner. Das verstehe ich nicht."

RB Leipzig muss Abwehr umbauen

Nagelsmann musste im Vergleich zum Sieg gegen Paris (2:1) die Hintermannschaft umstellen. Abwehrchef Dayot Upamecano fehlte wegen muskulärer Probleme, zudem fiel die Rückkehr von Nationalspieler Marcel Halstenberg kurzfristig aus. Der 29-Jährige verspürte beim Aufwärmen erneut muskuläre Probleme, für ihn spielte Angelino.

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Leipzig, das offensiv in Bestbesetzung auflief, war in einem zerfahrenen Duell das bessere Team. RB überzeugte in der Balleroberung, leistete sich im Gegenzug allerdings zu viele Ungenauigkeiten im Passspiel. Dennoch kam Leipzig zu ersten Großchancen. Willi Orban (15.) per Kopf und Spielmacher Emil Forsberg (18.) in seinem 100. Bundesligaspiel scheiterten am Pfosten.

Leipzig überlegen - Freiburg harmlos

RB verlagerte das Geschehen weit in die Freiburger Hälfte, Leipzigs Innenverteidiger Konaté und Orban hielten sich über weite Teile der ersten Halbzeit als Anspielstationen am Mittelkreis auf. Defensiv wurde das Duo dagegen selten gefordert. Freiburg kam kaum zu Entlastungsangriffen.

Bezahlt machte sich der Aufwand für Leipzig bei einem Standard. Nach einer einstudierten Freistoßvariante kam Konate aus kurzer Distanz zum Abschluss und traf zur verdienten Führung. Auch in der Folge blieb RB tonangebend, Chancen wie durch Nordi Mukiele (31.) und Forsberg (32.) hatte Leipzig trotz der Überlegenheit aber zu selten.

Nach dem Seitenwechsel ließ Leipzig zunächst nach. Die Sachsen waren bemüht, das gewohnt starke Kombinationsspiel war aber nicht zu sehen. Im siebten Spiel innerhalb von drei Wochen wirkte Nagelsmanns Team zunehmend müde.

Freiburg wird mutiger - Leipzig trifft

Die Freiburger wurden mutiger - und kassierten in ihrer besten Phase den zweiten Gegentreffer. Den äußerst zweifelhaften Elfmeter verwandelte Sabitzer.

In der munteren Schlussphase drängten beide Teams auf einen Treffer. Müller und RB-Torhüter Peter Gulacsi konnten sich auszeichnen. Nur Angelino konnte eine der Gelegenheiten noch zu einem Tor nutzen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)