Boss gibt zu: RB holt sich Ratschläge bei Bayern

Oliver Mintzlaff (r.) ist mit RB Leipzig derzeit Tabellendritter

In der Tabelle trennt den amtierenden Vizemeister RB Leipzig und Titelverteidiger FC Bayern nur ein Punkt, am kommenden Mittwoch kommt es im DFB-Pokal zum mit Spannung erwarteten Aufeinandertreffen.

Trotz der sportlichen Rivalität ist von Kampfansagen zwischen beiden Klubs nichts zu spüren - im Gegenteil.

"Ich finde, dass wir ein sehr gutes und äußerst respektvolles Verhältnis zueinander haben und auch einen positiven Austausch. Sie stehen uns in den unterschiedlichsten Bereichen auch immer wieder als Ansprechpartner zur Verfügung", sagte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff der Welt am Sonntag.

Hoeneß-Neffe schwärmt von Leipzig

Details nannte der 42-Jährige nicht. Dennoch sieht er die unterschiedliche Wahrnehmung der beiden Klubs nicht negativ. "Fakt ist, dass sowohl die Bayern als auch wir Vereine sind, die polarisieren. Und das ist auch nicht verkehrt", betonte Mintzlaff.

Der derzeitige U19-Trainer der Münchner Sebastian Hoeneß, bis Sommer im Nachwuchs der Sachsen tätig, schwärmt von seinem Ex-Klub: "Vor allem die Professionalität zeichnet RB Leipzig aus. Sowohl bei den Profis als auch im Nachwuchs sind die Strukturen optimal", erklärte der Sohn von Dieter und Neffe von Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

Explizit nennt Hoeneß die Bereiche Athletik, Diagnostik, Scouting und Mitarbeiter-Kompetenz. "Eine einheitliche Spielphilosophie, die sich durch alle Mannschaften zieht – das ist eine der großen Stärken des Klubs. RB ist zudem sehr innovativ und geht gern neue Wege", erklärt der Jugendtrainer.

"Champion ist der FC Bayern"

Trotz der großen Erfolge in jüngster Zeit sehen sich sowohl Mintzlaff als auch Hoeneß noch lange nicht als Herausforderer für den Rekordmeister.

Der nachhaltige Erfolg hängt für Hoeneß an den Personalien Ralf Rangnick (Sportdirektor) und Ralph Hasenhüttl (Trainer). "Solange dieses Gefüge zusammenbleibt, kann Leipzig der Herausforderer sein. Aber der Champion ist der FC Bayern."

Die gleiche Meinung vertritt Mintzlaff: "Der FC Bayern bringt seit vielen Jahren konstant gute Leistungen und ist nicht umsonst fünf Mal in Folge Deutscher Meister geworden. Und zudem ist das ein Verein, der den vier bis fünffachen Umsatz von uns hat (...). Wir müssen die bisherige Entwicklung erst einmal weiter fortführen und bestätigen."