Nach Leipzig ist vor Barcelona: Löwen meistern Teil eins ihres "Doppelschlags"

SID
Nach Leipzig ist vor Barcelona: Löwen meistern Teil eins ihres "Doppelschlags"

Die Rhein-Neckar Löwen haben Teil eins ihres "Doppelschlags" souverän gemeistert und den zehnten Pflichtspielsieg in Folge eingefahren. Der deutsche Handball-Meister setzte sich im elften Spiel der Bundesligasaison beim SC DHfK Leipzig 29:23 (15:13) durch. Mit 20:2 Zählern liegen die Mannheimer auf Platz zwei - nur einen Pluspunkt hinter den Füchsen Berlin, die allerdings zwei Spiele mehr absolviert haben.
Keine 24 Stunden nach dem Erfolg sind die Löwen am Sonntag (19.00 Uhr/Sky) in der Champions League beim FC Barcelona erneut gefordert. "Mit dieser Terminierung wurde eine Grenze überschritten", hatte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann dem "Mannheimer Morgen" gesagt und dafür plädiert, die zweite Mannschaft nach Barcelona zu schicken. Trainer Nikolaj Jacobsen und die Spieler sprachen sich allerdings gegen den Vorschlag aus.
Das Spiel in Leipzig zu verlegen, war keine Option, "auch wegen der Live-Übertragung in der ARD", sagte Kettemann der FAZ. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesliga übertrug das Erste eine Partie live. Immerhin stand der Löwen-Sieg frühzeitig fest. Überragender Mann des Abends war Löwen-Keeper Mikael Appelgren, dessen Teamkollege Alexander Petersson traf neunmal. Beste Leipziger Torschützen waren Maximilian Janke und Niclas Pieczkowski (je 4).
Anders als erwartet, schonte Jacobsen seine Stars selbst in der Schlussphase nicht. Bundestrainer Christian Prokop, der als Experte für die ARD im Einsatz war, glaubt daher, dass der Däne am Sonntag in Barcelona "viel rotieren" wird. Die Löwen sieht Prokop in der Bundesliga bereits auf dem Weg zum dritten Titel nacheinander. "Aktuell spielen sie am konstantesten. Sie haben die größte Ruhe und das stärkste Torhüterduo. Wenn keine größeren Verletzungen passieren, werden sie ihren Weg gehen", sagte er.
Im zweiten Bundesligaspiel am Samstagabend setzte sich die MT Melsungen im Derby gegen die HSG Wetzlar mit 29:22 (14:11) durch und schloss mit 17:7 Punkten zum Tabellenvierten TSV Hannover-Burgdorf auf. Beste Werfer waren Michael Allendorf (7) und Julius Kühn (6) bei Melsungen sowie Maximilian Holst (6) bei Wetzlar.