Leichtathletik-WM: Robert Harting richtet Fokus auf die EM 2018 in Berlin

Technische Probleme, keine Medaillenchance: Robert Harting bei der WM in London

London.  Robert Harting ist eben ein Großer. Nicht allein wegen seiner 201 Zentimeter Körperlänge. Oder wegen der vielen sportlichen Erfolge. Der Diskus-Star aus Berlin kann auch nach einer schmerzenden Niederlage Größe zeigen. "Das sind coole Jungs. Ich freue mich für sie, wie sie sich gegenseitig angetrieben haben", sagte der 32-Jährige, nachdem er bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London Sechster geworden war.

Mit einer Weite von 65,10 Metern, die nicht annähernd reichte, um dem neuen Weltmeister Andrius Gudzius aus Litauen (69,21), dem Schweden Daniel Stahl (69,19) oder dem Amerikaner Mason Finley (68,03) die Medaillen streitig zu machen. Darauf hatte er gehofft, zumindest auf Bronze. "Sportlich bin ich nicht zufrieden. Ich bin schon ein bisschen traurig", gab er zu.

Das Londoner Stadion war ein Grund für ihn gewesen, mehr zu erhoffen. Hier ist Harting 2012 Olympiasieger geworden, hat sein Trikot zerrissen, einen flotten Hürdenlauf absolviert, ist zum Weltstar aufgestiegen. Diese Bilder seiner überschäumenden Freude sind international in Erinnerung geblieben und sollten ihm jetzt moralische Unterstützung sein. Stattdessen war nun aber nach dem Wettkampf zu sehen, wie sich die neue Diskus-Generation, der 26-jährige Gudzius, der 24-jährige Stahl und der 26-jährige Finley, artig die Glückwünsche des Seniors abholten. "Natürlich macht mich das auch stolz", sagte Harting. Doch ist ihm dabei anzumerken, dass er sich nicht an diese rückwärts gerichtete Anerkennung gewöhnen mag....

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