Leichtathletik-WM: Warum Robert Harting und seine Frau für den Erfolg tanzen

Robert Harting liegt mit 66,30 Metern in diesem Jahr nur auf Rang neun der Welt. Bei den Deutschen Meisterschaften im Juli warf er 65,65 Meter

Berlin.  Ende 2016 wurde Marko Badura Diskuswurf-Bundestrainer und parallel dazu neuer Heimcoach von Julia und Robert Harting. Der 46 Jahre alte Berliner war zuvor zehn Jahre am Institut für Angewandte Trainingswissenschaften (IAT) in Leipzig angestellt und hat dort auch promoviert. Seine Arbeit beschäftigte sich, wie passend, mit dem Diskuswurf. Dabei war Badura selbst ein sehr guter Speerwerfer, bis ihn eine schwere Schulterverletzung stoppte. Ein Gespräch über ungewöhnliche Methoden und die WM in London, bei der Robert Harting am Freitag in der Qualifikation startet.

Herr Badura, haben Sie mit Julia und Robert Harting mal über ihr Promotionsthema gesprochen, die"Leistungswirksamkeit der Verwringung beim Diskuswerfen"?

Marko Badura: Nein, natürlich nicht. Höchstens am Rande.

Stattdessen sind Sie mit ihnen ins Wintertrainingslager zum Skilanglauf gefahren und haben sie zum Tanzkurs geschickt. Wenn man hört, da kommt ein neuer Trainer, der vorher Wissenschaftler war, erwartet man das eher nicht. Wie passt es zusammen?

Ich bin selbst Leistungssportler gewesen, kann mir also vorstellen, wie es im Körper eines Sportlers aussieht. Robert etwa hat 15 Jahre Hochleistungssport hinter sich. Da muss man mit neuen Reizen kommen. Wir spielen auch Tischtennis oder Fußballtennis. Ein paar Dinge gehen leider nicht, ich kann jetzt nicht mit ihnen turnen. Das wäre toll, fällt aber bei sehr schweren, starken Sportlern aus. Das Tanzen würde ich gern weiter forcieren, es waren leider nur sechs Trainingseinh...

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