Leichtathletik-WM: Kenianer Kirui holt Marathon-Gold

SID
Leichtathletik-WM: Kenianer Kirui holt Marathon-Gold

Der Kenianer Geoffrey Kirui hat bei der Leichtathletik-WM in London Gold im Marathon gewonnen. Der 24-Jährige setzte sich auf einem Rundkurs mit Start und Ziel auf der weltberühmten Tower Bridge in 2:08:27 Stunden vor dem Äthiopier Tamirat Tola (2:09:49) und Alphonce Simbu aus Tansania (2:09:51) durch. 
"Das ist mit Abstand der größte Moment meiner Karriere", sagte Kirui, der im April den Boston-Marathon gewonnen hatte und in London erst sein viertes Rennen über die klassische 42,195-km-Distanz bestritt: "Die Strecke und das Publikum waren das Beste, das ich je bei einem Marathon erlebt habe."
Für die Kenianer, 2015 bei der WM in Peking erfolgreichste Nation, war es das erste Gold bei den Titelkämpfen an der Themse. Vor Hunderttausenden Zuschauern überraschte der Brite Callum Hawkins beim Heimspiel als Vierter (2:10:17). Ein deutscher Läufer war nicht am Start.
Erstmals in der WM-Geschichte wurde der Marathon komplett außerhalb des Stadions ausgetragen. Auch die vier Geher-Wettbewerbe starten und enden am kommenden Sonntag nicht in der Londoner Arena, sie werden auf der Prachtstraße The Mall unweit des Buckingham Palace veranstaltet. 
Die ganz großen Namen fehlten beim WM-Marathon. Kenias Olympiasieger Eliud Kipchoge, der Anfang Mai bei einem vielbeachteten Versuch auf der Formel-1-Strecke in Monza in 2:00:25 Stunden die Zwei-Stunden-Marke knapp verpasst hatte, war zwar zunächst nominiert worden, erklärte aber später seinen Verzicht. 
Auch Weltrekordler Dennis Kimetto und sein Vorgänger Wilson Kipsang (beide Kenia) fehlten und werden stattdessen einen der lukrativen Herbst-Marathons laufen. Äthiopiens Topstar Kenenisa Bekele war wegen schwacher Form nicht nominiert worden, Peking-Weltmeister Ghirmay Ghebreslassie aus Eritrea war ebenfalls nicht am Start.