Leichtathletik-WM: Julia Harting – Alpha-Frau mit Sanftmut

Bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt löste Julia Harting das WM-Ticket

London.  Man kann sich schon vorstellen, wie die deutsche Diskus-Meisterin Julia Harting diese Fragen findet. Etwa, ob sie bei Wettkämpfen mehr auf ihren Mann Robert oder ihren neuen Trainer Marko Badura höre. "Auf meinen Trainer natürlich", erwidert sie irritiert. Ob sie jetzt ein Zimmer teilen während der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London. "Wir haben bei diesen Veranstaltungen immer getrennte Zimmer. In solchen Phasen schafft es jeder, sich auf sich selbst zu konzentrieren."

Noch schlimmer ist die Geschichte, sie sei bei den Olympischen Spielen in Rio nur Neunte geworden, weil zuvor Robert in der Qualifikation gescheitert war und sie darüber noch so traurig gewesen sei. "Der größte Schwachsinn. So bin ich nicht." Wie es ist, dass sie in London nicht bei seinem Wettkampf zugeschaut habe, weil sie noch in Deutschland trainierte? "Robert hält das aus. Wir sind beide starke Persönlichkeiten."

Packende Duelle mit Favoritin Perkovic

Ihr Mann, dreimaliger Diskus-Weltmeister und anerkannter Alpha-Mann, nennt sie sogar eine Alpha-Frau. Die 27-Jährige, die an diesem Freitag (11.10 Uhr, ARD) die Qualifikation für das Finale am Sonntag bestreitet, kommt in der Öffentlichkeit nur gar nicht so rüber. Seit vergangenem September sind sie verheiratet. Treten beide gemeinsam auf, ist meist Robert der Wortführer.

Die 1,92 Meter große Frau lächelt fast immer, ist geduldig, freundlich. Aber muss jemand denn ruppig und laut sein, um respektiert zu werden? Natürlich nicht. Julia Harting findet sich...

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