Leichtathletik-WM: Das große Unbehagen im deutschen Team

Stabhochspringer Raphael Holzdeppe scheiterte bereits an der Anfangshöhe

London.  Ausgerechnet der Präsident selbst konnte nicht zur Bilanz-Pressekonferenz des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) ins Guomin Tower Hotel kommen. Clemens Prokop ist sozusagen Teil eines Notfallplans.

Da der DLV-Chef mit den größten deutschen Medaillen-Hoffnungen, dem Speerwerfer-Trio Thomas Röhler, Johannes Vetter und Andreas Hofmann, in einem weiter abgelegenen Hotel wohnt, durfte er das Teamhotel am Tower nicht betreten. In der deutschen Mannschaft ist das Noro-Virus ausgebrochen. Prokop soll nicht die Erreger aus dem einen Hotel ins andere übertragen.

Das Noro-Virus hat sich nicht nur für das deutsche Team, sondern für die gesamte Weltmeisterschaft zu einem Problem entwickelt. "Inzwischen sind alle Teamhotels betroffen, hat das Londoner Organisationskomitee bekannt gegeben", sagte DLV-Arzt Andrew Lichtenthal. "Wir haben in unserer Mannschaft 13 Verdachtsfälle auf Noro-Virus. Sieben Sportler und sechs Betreuer sind betroffen. Jeder, der erkrankt, muss 48 Stunden isoliert werden, um die anderen nicht anzustecken. Leider wird der Ernst der Situation in einigen Teams nicht genügend erkannt." Die Erkrankung dauert in der Regel drei Tage. Schwallartiges Erbrechen und Durchfall sind die typischen Symptome.

Wer gegen Vorsichtsmaßnahmen verstößt, fliegt nach Hause

Die deutschen Athleten wurden angewiesen, als Vorsichtsmaßnahme verstärkt Desinfektionsmittel zu benutzen, sich regelmäßig die Hände zu waschen, überschwängliche Umarmungen, Händeschütteln sowie offen liegendes Obst und öff...

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