Leichtathletik-WM: Wie die Deutschen laufen lernten

Gesa Felicitas Krause bejubelt die Bronzemedaille nach dem 3000-m-Hindernis-Finale bei der Leichtathletik-WM 2015 in Peking

London.  Erst am Dienstag ist Gesa Felicitas Krause in London eingetroffen, direkt aus dem Trainingslager in Davos. Die 25-Jährige trägt bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften viele Hoffnungen ihres Teams. 2015 in Peking rannte sie über 3000 Meter Hindernis sensationell zu WM-Bronze, mitten hinein in die Phalanx aus Afrika. Am Mittwoch um 20.05 Uhr bestreitet die Europameisterin ihren Vorlauf über diese Distanz, über die sie im Mai in 9:15,70 Minuten auch deutschen Rekord lief. Am Freitag im Finale würde sie der Konkurrenz gern erneut ein Schnippchen schlagen. Wird es ein Bummelrennen wie in Peking, hat sie gute Chancen.

"Gesa ist eine Vorläuferin, die sich mit sehr hohem Anspruch sehr früh in die Weltspitze entwickelt hat", lobt Idriss Gonschinska, der Leitende Direktor Sport im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). In ihrem Sog haben sich weitere Talente auf den beschwerlichen Weg nach ganz vorn gemacht hat. Konstanze Klosterhalfen (20) etwa, die 2017 mit Zeiten unter zwei und unter vier Minuten über 800 und 1500 Meter in Europa Spitze vorstieß. In London scheiterte sie über die längere Strecke noch an ihrer Unerfahrenheit im Halbfinale, gilt aber als größte Zukunftshoffnung neben den Sprinterinnen um Gina Lückenkemper, die ebenfalls erst 20 ist und nach 10,95 Sekunden im Vorlauf eine Runde später ausschied. Die gleichaltrige Alina Reh hofft über 5000 Meter einen Schritt weiterzukommen.

Hanna Klein (24) ist das bei ihrer WM-Premiere über 1500 Meter geglückt. Sie wurde im Endlauf...

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