Leichtathletik: Russland sperrt sechs Athleten wegen Dopings

Der russische Leichtathletik-Verband RusAF hat sechs seiner Sportler wegen positiver Dopingtests gesperrt. Das teilte der Verband am Mittwoch mit. Zu den Athleten gehört demnach Ljubow Charlamowa, Vize-Europameisterin von 2010 über 3000 m Hindernis, die wegen der Einnahme verbotener Substanzen für zwei Jahre gesperrt wurde.

Der russische Leichtathletik-Verband RusAF hat sechs seiner Sportler wegen positiver Dopingtests gesperrt. Das teilte der Verband am Mittwoch mit. Zu den Athleten gehört demnach Ljubow Charlamowa, Vize-Europameisterin von 2010 über 3000 m Hindernis, die wegen der Einnahme verbotener Substanzen für zwei Jahre gesperrt wurde.

Auch Dreispringerin Wiktoria Gurowa wurde für zwei Jahre gesperrt. Jeweils für vier Jahre dürfen Julia Smirnowa (Langstrecke), Jekaterina Doseikina (Mittelstrecke) und Iwan Chudjakow (Hürden) nicht an Wettbewerben teilnehmen. Geherin Silja Garipowa wurde zudem für ein Jahr gesperrt.

Erst am Montag hatte der Weltverband IAAF die Sperre gegen die RusAF wegen des massiven und systematischen Dopingbetrugs in Russland bestätigt. Bei den am Freitag in London startenden Weltmeisterschaften dürfen 19 Russen allerdings als neutrale Athleten starten. Diese dürfen nicht das russische Nationaltrikot tragen, bei einem WM-Titel würde auch nicht die russische Hymne gespielt.

Nach Ansicht der IAAF-Taskforce arbeitet die russische Anti-Doping-Agentur (RUSADA) noch nicht wieder gemäß des Codes der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). Zudem haben die russischen Verantwortlichen in Sport und Politik den Bericht des WADA-Sonderermittlers Richard McLaren noch nicht anerkannt. Dieser hatte in seinen beiden Berichten institutionell gestütztes Doping in Russland bewiesen.

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