Leichtathletik: Ivona Dadic holt WM-Silber im Fünfkampf

Mehrkämpferin Ivona Dadic hat sich ihre dritte Medaille bei einem Großereignis gesichert. Die Oberösterreicherin holte am Freitag bei der Hallen-WM in Birmingham wie schon bei der EM im Vorjahr Silber im Fünfkampf.

Mehrkämpferin Ivona Dadic hat sich ihre dritte Medaille bei einem Großereignis gesichert. Die Oberösterreicherin holte am Freitag bei der Hallen-WM in Birmingham wie schon bei der EM im Vorjahr Silber im Fünfkampf.

Die 24-jährige Oberösterreicherin sorgte in Birmingham 14 Jahre nach Bronze von Karin Mayr-Krifka über 200 m für die erst fünfte österreichische WM-Medaille unter dem Hallendach, im Mehrkampf ist es die erste. Mit 4.700 Punkten musste sie sich um 50 Zähler nur der britischen Lokalmatadorin Katarina Johanson-Thompson geschlagen geben, Bronze ging mit 4.637 an die Kubanerin Yorgelis Rodriguez.

"Ein Traum"

"Es ist unfassbar, dass ich das erreicht habe, die Medaille ist ein Traum. Ich weiß jetzt, dass ich an die Weltspitze herangekommen bin. Das gibt mir viel Selbstvertrauen für die Zukunft", betonte Dadic. Die Silberne von Birmingham widmete sie ihrem vor neun Jahren bei einem Motorradunfall mit 18 Jahren verunglückten Bruder Ivan. Einen großen Anteil am aktuellen Erfolg hätten ihre Betreuer-Entscheidungen aus dem Vorjahr. "Jetzt weiß jeder, warum ich vier Trainer gebraucht habe. Das ganze Team hat mir sehr viel gebracht."

Dadic startete mit persönlicher Bestzeit von 8,32 Sekunden und Rang fünf über 60 Meter Hürden vielversprechend in den nicht mit allen Topstars besetzten Wettkampf. "Es hat sehr gut angefangen, darüber habe ich mich sehr gefreut, das war eine gute Basis." Im Hochsprung verbesserte sie sich mit 1,82 m an die vierte Stelle. Im Kugelstoßen schob sich die Welserin mit neuer persönlicher Bestmarke von 14,27 Metern auf Platz drei.

Nach EM- auch WM-Silber

Mit 6,40 Metern im Weitsprung setzte sie sich dann auf die Silberposition. "Das war ausschlaggebend, da habe ich gewusst, es ist möglich." Im abschließenden 800-m-Lauf (2:17,82 Min.) gab sie als Dritte hinter Johnson-Thompson (2:16,63) und Rodriguez (2:17,70) die Silberne nicht mehr aus der Hand. "Ich habe erst auf den letzten 100 Metern realisiert, dass ich Zweite geworden bin. Es war heute wichtig, dass ich mich immer fokussiert habe, dass ich einen Bewerb nach dem anderen die Konzentration gehalten habe."

Auch im Vorjahr bei der EM in Belgrad hatte die Olympia-21. von Rio de Janeiro mit neuem Landesrekord von 4.767 Punkten Silber geholt, 2016 hatte sie Freiluft-EM-Bronze erreicht. Ihr nächstes großes Ziel ist die heurige Freiluft-EM in Berlin. In der Vorbereitung darauf lässt sie das Heim-Meeting in Götzis aus und tritt stattdessen in Ratingen an.

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