Leichtathletik: Das Istaf war wieder ein großer Wurf

Im Olympiastadion sehen 42.500 Besucher zwei Rekorde und vier deutsche Siege. Und der Regierende bekennt sich zur blauen Laufbahn.

Das Hauptprogramm des 76. Istaf im Olympiastadion hatte noch gar nicht begonnen, da konnte sich Meeting-Direktor Martin Seeber schon das erste Mal freuen. Michael Müller (SPD) äußerte sich auf der neuen Bühne über der Laufbahn zur Zukunft. "Die Leichtathletik gehört zu Berlin", sagte der Regierende Bürgermeister, "sie wird in diesem Stadion bleiben. Sie wird auch in den nächsten Jahrzehnten hier zu finden sein." Warme Worte im Wahlkampf vor 42.500 Leichtathletik-Fans. Jene begeisterten sich mindestens genauso für vier deutsche Siege in 15 Wettbewerben, Top-Leistungen vor allem im Speerwurf und 100-Meter-Lauf der Männer, den deutschen Rekord von Gesa Krause über 3000 Meter Hindernis und eine Weltbestzeit der Südafrikanerin Caster Semenya über 600 Meter.

Deutsche 100-Meter-Frauen rennen sogar den USA davon

Die Speerwerfer hatten gleich zu Beginn für ein Highlight gesorgt – mit Happy End für die Deutschen. Weltmeister Johannes Vetter siegte mit 89,85 Metern im fünften Versuch, dem mit Abstand weitesten Wurf des Tages, nur vier Zentimeter weniger als beim WM-Titelgewinn, vor Thomas Röhler (86,07). Der Tscheche Jakub Vadlejch, der noch beim Diamond-League-Finale in Zürich zum Verdruss dieser Beiden gewonnen und 50.000 Dollar Siegprämie eingeheimst hatte, wurde Dritter (85,15). "Der deutsche Speerwurf ist top", sagte Olympiasieger Röhler. "Es war eine tolle Saison mit einem tollen Abschluss", ergänzte der deutsche Rekordinhaber Vetter, gab nach anstrengenden Monaten aber auch zu: "Je...

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