Leichtathletik: IAAF warnt nach Blutpass-Leak vor Vorverurteilung

Die IAAF hat nach der Veröffentlichung von Athletendaten durch die mutmaßlich russische Hackergruppe Fancy Bear vor einer Vorverurteilung der Sportler gewarnt. "Es wäre falsch, Annahmen auf der Grundlage von ausgelaufenen Dokumenten ohne die vollständigen Beweise zu machen", hieß es in einem Statement.

Die IAAF hat nach der Veröffentlichung von Athletendaten durch die mutmaßlich russische Hackergruppe Fancy Bear vor einer Vorverurteilung der Sportler gewarnt. "Es wäre falsch, Annahmen auf der Grundlage von ausgelaufenen Dokumenten ohne die vollständigen Beweise zu machen", hieß es in einem Statement.

"Einzelne Daten des biologischen Passes eines Athleten allein können keinen Beweis für Doping darstellen", hieß es weiter.

IAAF-Präsident Sebastian Coe bat die betroffenen Athleten um Verzeihung. "Es kann keine Entschuldigung für das Bekanntwerden von persönlichen und medizinischen Daten oder die Freigabe von Informationen über Informanten und laufende Untersuchungen geben, da dies die betroffenen Personen gefährdet und den Kampf gegen Doping schädigt", sagte der Brite.

Man werde die "Abläufe genau untersuchen", aber weiter mit der Firma Context Information Security zusammenarbeiten, die im April einen Cyberangriff von Fancy Bear identifiziert habe, teilte die IAAF weiter mit. Die Sicherheitsfirma sei der Ansicht, dass die am Mittwoch veröffentlichten Informationen über auffällige Werte in Blutpässen von diesem Angriff ausgingen.

Fancy Bear hatte in den letzten Monaten für Aufsehen gesorgt, nachdem die Gruppe Datensysteme der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) gehackt und medizinische Daten von prominenten Sportlern auf ihrer Website veröffentlicht hatte.

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