Leichtathletik: Gabius kritisiert NADA und deutschen Anti-Doping-Kampf

Der deutsche Marathon-Rekordler Arne Gabius hat die NADA und deutschen Anti-Doping-Kampf insgesamt kritisiert: "Die Nationale Anti-Doping Agentur ist chronisch unterfinanziert. Mit ein paar Millionen Euro pro Jahr mehr könnte man den Anti-Doping-Kampf richtig stark machen. Aber da fehlt offensichtlich auch der politische Wille", sagte der 36-Jährige im Interview mit der Tageszeitung Die Welt.

Der deutsche Marathon-Rekordler Arne Gabius hat die NADA und deutschen Anti-Doping-Kampf insgesamt kritisiert: "Die Nationale Anti-Doping Agentur ist chronisch unterfinanziert. Mit ein paar Millionen Euro pro Jahr mehr könnte man den Anti-Doping-Kampf richtig stark machen. Aber da fehlt offensichtlich auch der politische Wille", sagte der 36-Jährige im Interview mit der Tageszeitung Die Welt.

Der Hamburger hält das System der NADA für ineffizient. In diesem Jahr sei er bislang nur achtmal kontrolliert worden. "Drei der Kontrollen waren in der Woche vor meinem Start beim Frankfurt-Marathon. Unmittelbar vor einem Wettkampf machen Kontrollen aber keinen Sinn, da das Training bereits absolviert ist", bemängelte Gabius.

Deswegen fordert der Leichtathlet eine Erhöhung der Kontrollen. "Zehn bis zwölf Kontrollen im Jahr pro Athlet halte ich für angemessen. Diese müsste man jedoch etwas intelligenter durchführen", sagte der ehemalige Vize-Europameister über 5000 m.

In Bezug auf den Olympia-Ausschluss Russlands durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) erklärte Gabius: "Das IOC hat sich diesen Weg beim Internationalen Leichtathletik-Verband abgeschaut. Sollte der russische Sport den McLaren-Report nicht anerkennen, wird es wohl noch einige Jahre so weitergehen." Zudem fordert der Langstreckenläufer unabhängige Dopingkontrollen auf der ganzen Welt, "sowohl in Deutschland, Kenia und Russland."

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