Leichtathleten ohne WM-Vorgabe: Gonschinska "mag Medaillenraten nicht"

SID
Leichtathleten ohne WM-Vorgabe: Gonschinska "mag Medaillenraten nicht"

Leichtathletik-Chefbundestrainer Idriss Gonschinska will sich auf keine Medaillen-Vorgabe für die WM in London festlegen. "Ich mag Medaillenraten nicht. Aber auch, wenn einige Stars fehlen, haben wir doch Podestkandidaten", sagte Gonschinska vor den am Freitag beginnenden Titelkämpfen: "Wenn wir an unsere Vorleistungen anknüpfen, unsere Leistung bringen, dann sind wir zufrieden. Und dann müssen andere Nationen erst mal besser sein. 
Auch DLV-Präsident Clemens Prokop hielt sich bedeckt. "Ich wehre mich auch dagegen, dass man die sportliche Bilanz in der Auswertung der Medaillen vornimmt. Die Bilanz wird aus einer Vielfalt von Aspekten gezogen, da gibt es viele, die außerhalb von Medaillen Freude bereiten", sagte Prokop. 
Bei der WM 2015 in Peking hatten die deutschen Leichtathleten acht Medaillen geholt, zwei davon in Gold. "Wir sind nicht in Peking, deshalb kann ich das in einer veränderten Konkurrenzsituation nicht mit London vergleichen", sagte Gonschinska. 
Viel erwartet der Bundestrainer vom dreimaligen Diskus-Weltmeister Robert Harting, der seine letzte WM bestreitet. "Ich habe heute mit ihm gefrühstückt, Robert macht wirklich einen sehr motivierten Eindruck", sagte Gonschinska.