Leichen aller zehn vermissten US-Seeleute nach Unfall von Kriegsschiff geborgen

Nach der Kollision des US-Kriegsschiffs "USS John S. McCain" mit einem Handelsschiff vor der Küste von Singapur sind die Leichen aller zehn vermissten US-Seeleute geborgen worden

Nach der Kollision des US-Kriegsschiffs "USS John S. McCain" mit einem Handelsschiff vor der Küste von Singapur sind die Leichen aller zehn vermissten US-Seeleute geborgen worden. Taucher hätten die Leichen von acht der vermissten Seeleute in den überfluteten Teilen des Kriegsschiffes gefunden, teilte die US-Marine am Montag mit. In der vergangenen Woche war bereits der Fund von zwei Leichen gemeldet worden.

Der Lenkwaffenzerstörer war in der vergangenen Woche nahe der Straße von Malakka mit dem Tanker "Alnic MC" kollidiert. Dabei entstand ein großes Loch im Rumpf des US-Schiffs, in welches Wasser eindrang.

Nach dem Unfall war zunächst eine großangelegte Such- und Rettungsaktion vor der Küste Singapurs eingeleitet worden. Diese wurde aber nach wenigen Tagen abgebrochen, stattdessen konzentrierte sich die Suche nach den Vermissten auf die überfluteten Teile des Schiffs.

Es war bereits das zweite derartige Unglück innerhalb von zwei Monaten. Am 17. Juni war der US-Zerstörer "USS Fitzgerald" vor der japanischen Küste mit einem Containerschiff zusammengestoßen, sieben Seeleute kamen ums Leben. Überdies war es der vierte Unfall mit Beteiligung eines US-Kriegsschiffes im Pazifik in diesem Jahr. Der Kommandeur der 7. Flotte, Vize-Admiral Joseph Aucoin, wurde in Folge der Unfälle abgesetzt.