Wer ist mein leiblicher Vater? - Nach Samenspende: 32-Jährige klagt auf Auskunft

John Schneider

Eine 32-Jährige will Auskunft vom Arzt ihrer Mutter – und klagt. Das Gericht sieht den Mediziner aber nicht in der Pflicht

Ihr Vater hält ihre Hand auf dem langen Weg in den Gerichtssaal. Der 65-Jährige an der Seite von Miriam K. (32) ist aber nicht ihr leiblicher Vater. Im Februar 1984 war ihre Mutter mit dem Samen eines ihr Unbekannten künstlich befruchtet worden. Miriam K. ist das Resultat.

Seit sie das weiß, will die 32-Jährige wissen, wer ihr biologischer Vater ist. Doch die Suche gestaltet sich schwierig.

Keiner konnte oder wollte ihr bislang helfen. Ein Grund: Den Samenspendern war damals Anonymität zugesagt worden. Um etwaigen Unterhalts- oder Erbansprüchen zu begegnen. Künstliche Befruchtung war seinerzeit zudem ein Tabu-Thema. Die Patienten bezahlten ihre Ärzte bar, an Kassenleistungen war nicht zu denken. Es war im Interesse der Eltern, dass eine Behandlung geheim blieb.

Inzwischen hat sich die Lage grundlegend geändert.
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