Lehrerverband: Schülerzahlen viel zu spät vorgelegt

Die Zahl der Schüler in Deutschland wird nach einer neuen offiziellen Prognose bis 2030 um 278.000 auf 11,2 Millionen steigen. Foto. Arne Dedert

Berlin (dpa) - Der Deutscher Lehrerverband hat der Kultusministerkonferenz (KMK) vorgeworfen, ihre Prognose für steigende Schülerzahlen viel zu spät vorgelegt zu haben.

Die notwendigen Schulneubauten ließen sich nicht mehr rechtzeitig errichten, monierte der Verbandsvorsitzende Heinz-Peter Meidinger in der «Bild»-Zeitung. «Da sind Raumnot, übergroße Klassen und sich verschärfender Lehrermangel schon vorprogrammiert. Die Kinder müssen den Tiefschlaf der KMK ausbaden.»

Die KMK hatte am Freitag eine Prognose vorgelegt, nach der die Zahl der Schüler in Deutschland bis 2030 um 278.000 auf 11,2 Millionen steigen wird. Sie begründete diese Entwicklung mit den zunehmenden Geburtenzahlen und der hohen Zahl der Zuwanderer. Die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Susanne Lin-Klitzing, forderte in der Zeitung eine jährliche Erhebung und Kontrolle der Schülerzahlen.