Lehrerin stellt fragwürdige Schulaufgabe zum Ku Klux Klan

Mit einer Schulaufgabe sorgte eine amerikanische Lehrerin für Empörung bei ihren Schülern und deren Angehörigen. (Symbolbild: ddp Images)

Die Schule ist einer der zentralen Orte, um Kinder auch über schwierige historische und gesellschaftliche Themen aufzuklären. Eine amerikanische Lehrerin hat mit einer Aufgabe zum Ku Klux Klan jedoch für viele Eltern eine Grenze überschritten.

Der Nationalsozialismus gehört auf vielen internationalen Lehrplänen genauso zum Pflichtprogramm wie die Sklaverei. Im US-amerikanischen Bundesstaat South Carolina werden auch rassistische Gruppierungen wie der Ku Klux Klan in den Schulen thematisiert. Eine Lehrerin nahm diesen Umstand jedoch zum Anlass für eine fragwürdige Aufgabe: Ihre Schüler, zehnjährige Kinder in der fünften Klasse, sollten die Taten des Geheimbundes nach dem amerikanischen Bürgerkrieg in einer Art Rollenspiel legitimieren.

“Du bist ein Mitglied des KKK. Warum denkst du, ist deine Behandlung der Afro-Amerikaner gerechtfertigt?”, heißt es in der Aufgabe. Zuvor wurde nach den Zielen und Beweggründen des Ku Klux Klan sowie seinen Auswirkungen auf die Möglichkeiten der Afro-Amerikaner gefragt. Auch eine Illustration gehörte zu den Aufgaben.

Seinen Weg ins Internet fand der Test über den Onkel eines Schülers. Er fotografierte den Aufgabenzettel ab und teilte das Bild auf Facebook. “Er weint jetzt zuhause”, berichtete er laut “New York Post” über seinen Neffen. “Wie kann sie einen Fünftklässler auffordern, die Taten des KKK zu rechtfertigen?”

Nachdem die Aufgabe bei Schülern und Angehörigen für Empörung sorgte, wurden nun offizielle Schritte eingeleitet: “Wir müssen nach Standards unterrichten, aber wir ergreifen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass diese spezifische Aufgabe nie wieder in den Schulen des Distrikts verwendet wird”, erklärt eine Sprecherin des Distrikts Lexington-Richmond gegenüber der “New York Post”. “Wir verstehen den Ernst dieser Angelegenheit, vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Geschehnisse in unserem Land. Wir möchten sichergehen, dass unsere Schüler, ihre Eltern, unsere Belegschaft und Gemeinde wissen, dass wir diesem Vorfall volle Aufmerksamkeit geben.”

Wie das Portal berichtet, wurde die Lehrerin, die seit elf Jahren im Dienst war, vorerst beurlaubt.

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