Lehrer in Berlin: Quereinsteiger unterrichten meist an Brennpunktschulen

Unterricht in einer Grundschule (Archivbild)

Berlin.  Rund 600 der 944 Quereinsteiger, die mit Beginn des neuen Schuljahres als Lehrer an Berliner Schulen ihre Arbeit aufgenommen haben, werden an Brennpunktschulen eingesetzt. Der Berliner Morgenpost liegen Einstellungsunterlagen vor, die zeigen, dass in den Bezirken Mitte (126), Spandau (124), Neukölln (108), Marzahn-Hellersdorf (95) , Reinickendorf (97) und Pankow (71), in denen es viele Brennpunktschulen gibt, jeweils etwa 60 Prozent der Neueinstellungen Quereinsteiger sind.

In Marzahn-Hellersdorf sind nach Informationen der Berliner Morgenpost 95 der 165 freien Stellen mit Quereinsteigern besetzt worden – die meisten von ihnen an Grundschulen (47) und Sekundarschulen (35). Allein an der Mozart-Gemeinschaftsschule wurden demnach elf Quereinsteiger eingestellt. Die Schule, die im Schuljahr 2015/16 durch mehrere Gewaltvorfälle für Schlagzeilen gesorgt hatte, konnte offenbar keine ausgebildeten Pädagogen finden. Das gilt auch für andere Brennpunktschulen in dem Bezirk – wie etwa die Grundschule am Hollerbusch oder die Gretel-Bergmann-Gemeinschaftsschule.

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Tom Erdmann, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), kritisierte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD): "Es sollte Aufgabe aller Berliner Schulen sein, die Quereinsteiger auszubilden. Stattdessen wird das den Brennpunktschulen überlassen, die aufgrund ihres Schülerklientels ohnehin vor großen Herausforderungen stehen." Zudem würden auch die ...

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