Lehre von dm-Gründer aus Fall Schlecker: "Man muss seine Kunden lieben"

Der Gründer und Aufsichtsrat der Drogeriemarktkette dm, Götz Werner, sieht sich durch die Insolvenz des ehemaligen Konkurrenten Schlecker in seinen Ansichten bestärkt

Der Gründer und Aufsichtsrat der Drogeriemarktkette dm, Götz Werner, sieht sich durch die Insolvenz des ehemaligen Konkurrenten Schlecker in seinen Ansichten bestärkt. "Es kommt nun darauf an, was wir daraus lernen können: Für mich ist der Schlüssel Wertschätzung und das höchste Gut ist die Liebe", sagte Götz der "Heilbronner Stimme" vom Montag. Wenn ein Unternehmen von seinen Kunden und den Mitarbeitern nicht wertgeschätzt werde, dann gehe es zu Grunde.

Wertschätzung entstehe aus Liebe - "man muss seine Kunden lieben", sagte Werner dem Blatt weiter. Dies sei auf die Gesellschaft übertragbar: "Ohne Wertschätzung für unsere Mitmenschen ? und im Idealfall Liebe ? geht es nicht."

Die Drogeriemarktkette Schlecker hatte 2012 Insolvenz angemeldet, rund 25.000 Beschäftigte verloren ihre Arbeitsplätze. Dem Gründer Anton Schlecker wirft die Staatsanwaltschaft schweren Bankrott und das Beiseiteschaffen von Millionenbeträgen vor. Sie fordert drei Jahre Haft. Am Montag will das Landgericht Stuttgart das Urteil sprechen.

dm hat in Deutschland heute fast 1900 Filialen und 39.000 Mitarbeiter. Ein Unternehmensgrundsatz lautet: "So wie ich mit meinen Mitarbeitern umgehe, so gehen sie mit den Kunden um."