Teambuilding in Spanien? PSG-Stars lehnten Tuchel-Idee ab

SPORT1

Zwischen Thomas Tuchel und den Spielern bei Paris Saint-Germain gibt es offenbar erneute Unstimmigkeiten.

Wie mehrere französische Medien berichten, wollte der Trainer die vergangene Woche nutzen, um mit seinem Team nach Südspanien zu reisen.

Unter den besseren klimatischen Bedingungen sollten sich die Spieler optimal auf die kommenden Aufgaben vorbereiten - darunter das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Borussia Dortmund am 11. März. Auch das Thema Teambuilding stand demnach auf Tuchels Agenda.


Das Problem: Die Spieler hatten darauf laut L'Equipe, die sich auf einen Pariser Mitarbeiter bezieht, keine Lust.

PSG-Stars bleiben lieber zuhause

Denn die Profis zogen es angeblich vor, Zeit mit ihren Familien zu verbringen und auf weitere Reise-Strapazen zu verzichten, da sie durch die vielen englischen Wochen ohnehin viel unterwegs sind.


Für Tuchel, der bei Paris ohnehin unter Druck steht, sind die weiteren Schlagzeilen alles andere als angenehm. In der Champions League droht nach dem 1:2 im Hinspiel beim BVB das Aus.

"Entscheidend ist auch, dass Tuchel nicht vom jetzigen Sportdirektor Leonardo verpflichtet wurde, von dem man weiß, dass er in seinem Verein gerne das Sagen hat. Deshalb steckt Tuchel sicherlich in einer heiklen Lage", erklärte Reporter Raphael Domenach vom französischen TV-Sender Canal+ zuletzt bei SPORT1.


Auch das Verhältnis zu den Spielern soll nicht das Beste sein. So hat sich Kylian Mbappé nach Auswechslungen mehrmals verärgert gezeigt.

"Das Umfeld von Mbappé hat zuletzt beklagt, dass er zu oft ausgewechselt worden sei - und dass weder Tuchel ähnliches mit Neymar mache, noch dass so etwas anderen Weltstars passiere", sagte Domenach: "Ich glaube, dass Tuchel Mbappé ein Stück weit schützen möchte - der will aber gar nicht in Schutz genommen werden."

Zudem beleidigte der Bruder von Presnel Kimpembe Tuchel nach der Pleite gegen Dortmund übel.