Darum lehnte Angela Merkel den ersten Anruf von US-Präsident Biden ab

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Bundeskanzlerin Angela Merkel mit US-Präsident Joe Biden.
Bundeskanzlerin Angela Merkel mit US-Präsident Joe Biden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihren 16 Jahren im Amt mit vielen hochrangigen Politikern verhandelt und Gespräche geführt. Darunter auch drei US-amerikanische Präsidenten - George W. Bush, Barack Obama und zu guter Letzt Joe Biden. Der 59. Präsident der USA ist nach einer turbulenten Wahl seit 2020 im Amt. Eine seiner ersten Handlungen sollte es sein, die Beziehungen zu ausländischen Staatschefs neu aufzubauen, da diese unter seinem Amtsvorgänger Donald Trump zunehmend gelitten haben. Das erste Telefonat mit Angela Merkel lief dabei jedoch nicht so ab, wie ursprünglich geplant.

Merkel sagte einem ersten Gespräch mit dem neu gewählten US-Präsidenten zunächst ab. Der Grund: Sie wollte lieber Zeit in ihrem Wochenend-Häusschen verbringen, wie das "Wall Street Journal" berichtet. In der Nähe von Berlin verbringt die Kanzlerin hier Zeit am Wochenende, um sich um ihren Gemüsegarten zu kümmern und am See spazieren zu gehen, wie Vertraute von ihr berichten. Biden wollte Merkel als erste ausländische Staatschefin kontaktieren, so die Wirtschaftszeitung. Bundeskanzlerin Merkel "wies die Symbolik als irrelevant ab" und bat darum, das Gespräch mit Biden zu verschieben, heißt es weiter. Stattdessen führte Biden sein erstes Telefonat ins Ausland mit dem britischen Premierminister Boris Johnson.

Die jahrzehntelange transatlantische Partnerschaft zwischen Deutschland und den USA wirkte unter Präsident Trump zunehmend desillusioniert. Die Interessen zwischen der EU und den US-Amerikanern gingen unter der Regierung Trumps mitunter weit auseinander. Zu den größten Aufgaben von Biden gehört es seit seinem Amtsantritt nun, diese Beziehungen wieder zu stabilisieren.

Dieser Artikel wurde von Klemens Handke aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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