Lehmann: "Nicht meine Aufgabe, den Trainer zu köpfen"

Der 1. FC Köln taumelt Richtung Zweite Liga. Die 0:2-Niederlage gegen Hertha BSC war bereits die elfte in der laufenden Saison.

Mit nur zwei Pünktchen steht der Teilnehmer der UEFA Europa League am Tabellenende, der Abstand zum rettenden Ufer beträgt bereits elf Zähler, der zum Relegationsplatz neun. (Die Tabelle der Bundesliga)

Trainer Peter Stöger will nichts von einem Rücktritt wissen, scheint aber so langsam die Unterstützung der Mannschaft zu verlieren.


Kapitän Matthias Lehmann überraschte nach der Berlin-Pleite mit klaren Aussagen. "Wir haben zwei Punkte, aber es ist nicht meine Aufgabe, den Trainer zu köpfen. Das ist Aufgabe der Leute oben oder vom Trainer selbst", so Lehmann.

Wünscht sich Lehmann etwa einen neuen Impuls? Zumindest zeigte er Verständnis für die Forderung von Sky-Experte Didi Hamann, der einen Trainerwechsel als sinnvoll erachtete. "Didi Hamann ist lange genug selbst dabei, um zu sagen: Wenn man einen Impuls freisetzen will, ist das vielleicht eine Möglichkeit", sagte Lehmann.

Stöger: "Aufgeben ist keine Option"

Bei Stöger geriet dieser Vorschlag aber auf taube Ohren. "Da könnt ihr mich jede Woche fragen. Da könnt ihr auch denken, dass ich nicht ganz dicht bin", sagte der Trainer auf die Frage, ob er einen Rücktritt in Betracht ziehe.


"Ich sehe das als meinen Job und solange niemand auf mich zukommt und sagt, dass das im Moment nicht mehr genug sei oder sie sich da etwas anderes vorstellen, dann ist meine Verantwortung erstmal dem Vertrag nachzukommen. Aufgeben ist für mich keine Option", erklärte Stöger. "Da gibt es im Verein ein paar handelnde Personen, die Sie fragen müssen."

Zum Beispiel Toni Schumacher. Der Kölner Vizepräsident hatte vor dem Spiel gegen Berlin im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 klar gemacht, dass die Mannschaftsleistung maßgeblich die Entscheidung des Vorstands über die Zukunft vom Stöger bestimme.

"Wenn die Mannschaft eine desaströse Leistung abruft und alles zusammenbricht, muss man drüber nachdenken", so die Worte von Schumacher. 

Stöger wackelt beim FC mehr denn je.