Lego sorgt mit sexistischer Werbekampagne für Aufregung

Ena Clarke
Freie Autorin

Kinderspielzeug in Verbindung mit Sexismus? Schwer vorstellbar. Doch genau das wird dem Spielwaren-Hersteller Lego nun vorgeworfen. Eine Twitter-Werbeaktion brachte dem Unternehmen mächtig Kritik ein – Lego zieht Konsequenzen.

Wegen Sexismus-Vorwürfen zieht Lego nun eine Werbekampagne zurück. (Symbolbild: Getty Images)

Der Spielwaren-Riese hatte auf Facebook und Instagram eine Werbekampagne für “Lego Technik” gestartet und diese mit einem “For Men”-Stempel (für Männer) gekennzeichnet. Der eigentliche Hammer ist aber die Bildunterschrift. Dort ist zu lesen: “So kompliziert wie eine Frau. Aber mit Bedienungsanleitung.” Die Werbung blieb nicht lange unentdeckt – und sorgte im Netz schnell für Empörung:




Lego entschuldigt sich – und stoppt die Werbekampagne

Eine von Lego betriebene Webseite sorgt ebenfalls für Aufregung. Auf “men.lego.com” wirbt der Spielzeughersteller unter anderem für Löschfahrzeuge, Sattelschlepper und einen Porsche. Ein Kranwagen wird mit den fragwürdigen Worten “4057 Teile. Das nennen wir gut bestückt” beworben.

Der öffentliche Aufruhr blieb nicht ergebnislos. Gegenüber “Bento” entschuldigte sich der Konzern “für die Form der Umsetzung” und sagte, die Kampagne sollte die Aufmerksamkeit der “wachsenden männlichen Zielgruppe” vor Weihnachten wecken.

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Das Unternehmen stoppte die Werbekampagne und stellte die Webseite offline. Ein Lego-Sprecher erklärte, das Spiel mit Legosteinen sei “grundsätzlich geschlechtsneutral”. Ob und in welcher Form die Kampagne “Lego Men” fortgeführt werde, solle nun geprüft werden.

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