Legende Scott Dixon? "Da zucke ich noch immer zusammen"

Scott Dixon wollte eigentlich nur Spaß haben und wurde nebenbei zur Legende


Mit vier Titeln, 41 Siegen und einem Triumph beim Indianapolis 500 ist Scott Dixon der erfolgreichste noch aktive IndyCar-Fahrer. Ein Sieg noch, und er zieht mit Michael Andretti in der ewigen Bestenliste auf Rang drei (hinter A.J. Foyt und Mario Andretti) gleich. Den zweiten Platz bei den Titeln (hinter Foyts wohl uneinholbaren sieben) teilt er sich derzeit mit Mario Andretti, Sebastien Bourdais und Dario Franchitti und hat die realistische Chance, in dieser Statistik noch Fortschritte zu machen. Scott Dixon wird in jeder IndyCar-Hall-of-Fame auftauchen, doch auf seine Erfolge angesprochen, wird ihm selbst unheimlich.

"Um ehrlich zu sein, lässt einen das schon zusammenzucken", antwortet der Ganassi-Pilot, als ihn ein Journalist mit dem Titel "Legende" anspricht. "Aber ich werde nicht lügen. Es ist schön, das zu hören. Gemeinsam mit dem Team habe ich eine Menge erreicht, aber mit einem solchen Kompliment hätte ich nicht gerechnet. Ich bin einfach dankbar für alles, was ich erleben durfte. Aber ich werde mich niemals als Legende fühlen. Ich bin einfach hier, um Spaß zu haben."

Und noch ist der Neuseeländer nicht fertig: Mit dem neuen Aerokit erhofft er sich neuen Schwung für das Ganassi-Team, das für die IndyCar-Saison 2018 stark umgebaut hat. Seine Ausführungen, dass das neue universelle Aerokit den Honda-Teams mehr Vorteile bringt als den Chevrolet-Mannschaften, erklärt er mit eigener Erfahrung: 2017 wechselte Ganassi zurück auf Honda-Motoren und entsprechend auch auf das HPD-Aerokit.

"Das Aerokit war in mehreren Bereichen defizitär", zeigt er auf. "Ich war ehrlich gesagt überrascht, wie konkurrenzfähig wir damit im vergangenen Jahr gewesen sind. Wären wir in Indy auch nur unter die Top 20 gekommen, hätten wir die Meisterschaft gewonnen. Wäre ich in Texas nicht abgeräumt worden, wären wir Meister gewesen. Wir hatten fünf zweite Plätze und bei einigen wahrscheinlich das Potenzial zum Sieg. Aber so ist der Rennsport und ich bin damit im Reinen. Für uns als Team war es ein fantastisches Jahr."

"Wir haben bereits viel erreicht, aber noch wartet da einiges auf uns, das erreicht werden will. Besser zu sein als das Jahr zuvor, immer noch ein Stück besser als Mensch oder als Team zu werden, noch ein bisschen mehr gewinnen wollen - das treibt mich an. Wir haben jetzt gleiche Waffen, nur beim Motor gibt es Unterschiede. Das Ziel ist dasselbe wie jedes Jahr: Erstens das Indy 500 gewinnen, zweitens den Titel holen."

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